Der SV Arget poliert sein angekratztes Image auf

- Sportverein steht wieder auf einem finanziell soliden Fundament

VON HELMUT BERTHOLD Arget - Der Sportverein Arget konnte sein in der Vergangenheit doch etwas angeschlagenes Image in den letzten Jahren gegenüber der Öffentlichkeit deutlich verbessern und steht zwischenzeitlich auch finanziell wieder auf einem soliden Fundament. Auch das vereinseigene Sportheim hat bei der Bevölkerung an Attraktivität gewonnen. Dies waren die erfreulichen Mitteilungen, welche Vereinschef Christian Baumann bei der Jahresversammlung des derzeit 480 Mitglieder zählenden Ortsvereins bekannt gab.

Weniger begeistert zeigte sich der Vereinschef von der Tatsache, dass auf Grund der vor zwei Jahren erfolgten Beitragserhöhung nahezu 15 Prozent der bisherigen Mitglieder dem Sportverein den Rücken gekehrt haben.

Sorge bereitet den Verantwortlichen derzeit auch die unbefriedigende Situation innerhalb der Fußballabteilung (siehe nebenstehenden Bericht).

Die vor zwei Jahren eingeleitete Umstrukturierung innerhalb der Finanzverwaltung, gepaart mit einem rigiden Sparkurs und die Eigenbewirtschaftung der Vereinsgaststätte haben sich dagegen ausgezahlt. Der Verein bewegt sich wieder in der Gewinnzone.

Über 73 000 Euro durchliefen letztes Jahr die Kassenbücher von Andrea Lederwascher und dabei konnte die Schatzmeisterin ein sattes Plus von fast 4400 Euro verbuchen.

Selbst das bisher defizitäre Vereinsheim hat durch den unermüdlichen Einsatz eines von Vorstand Baumann geführten Serviceteams im Geschäftszeitraum 2003 einen bescheidenen Gewinn erwirtschaftet. Ohne Beanstandungen passierte der Kassenbericht auch die Prüfung durch die Revisoren und führte so zu einer einstimmigen Entlastung der Vereinsführung. Paul Fröhlich betonte dazu, die begonnene Rücklagenbildung kontinuierlich weiter zu führen. Mit 10 000 Euro der größte Einzelposten im Etat, schlagen die Steuerberatungskosten zu Buche. Hier müsste nach den Worten von Revisor Fröhlich nach Wegen einer Reduzierung gesucht werden.

Heizung soll erneuert werden In diesem Jahr soll die längst fällige Erneuerung der Heizungsanlage sowie eine Sanierung der westlichen Außenfassade des Vereinsheims durchgeführt werden. Dabei hofft Vorstand Baumann auf die tatkräftige Mitarbeit der Vereinsmitglieder.

Aber schon zeichnen sich weitere Kostenbelastungen für die Sportler ab. Wie Sauerlachs Bürgermeister Walter Gigl (CSU) dazu erklärte, prüft der Abwasserzweckverband derzeit die technischen und finanziellen Voraussetzungen für einen Anschluss des Bereichs Bahnsiedlung an das neue Kanalnetz. Die zehn Gebäude befinden sich im Schutzbereich von Tiefbrunnen der Stadt München, in dem künftig die bisher übliche Versickerung der Abwässer aus den Hauskläranlagen aus Sicht des Grundwasserschutzes nicht mehr zulässig sein wird.

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