Carmen Stahl ist Nachfolgerin von Diana Koch, die 17 Jahre die „VHS Olm“ geleitet hat. Foto: fkn

Neue VHS-Leiterin will ran an die Jugend

Aschheim - Carmen Stahl (47) ist seit Anfang Oktober neue Geschäftsleiterin der „Volkshochschule im Osten des Landkreises München" (VHS Olm), die ein Zweckverband zwischen den Gemeinden Aschheim, Kirchheim und Feldkirchen ist. Carmen Stahl über Veränderungen bei der VHS unter ihrer Regie und über ihren täglichen Arbeitsweg:

-Frau Stahl, Ihre Vorgängerin, Diana Koch, ist nach 17-jähriger Amtszeit von der VHS Olm ins Kulturhaus Milbertshofen gewechselt, unter anderem weil ihr die Fahrt nach Aschheim zu lange gedauert hat. Wie lange brauchen Sie täglich ins Büro?

Carmen Stahl (lacht): Das ist eigentlich jeden Tag unterschiedlich und kommt auf die Verkehrslage an. Ich bin gerade noch dabei, verschiedene Wege auszutesten. Aber im Durchschnitt brauche ich etwa eine halbe bis dreiviertel Stunde. Ich wohne in einem südlichen Münchner Stadtteil.

-Was haben Sie vor Ihrer Anstellung bei der VHS gemacht?

Ich bin ausgebildete Betriebswirtin und Lehrerin mit Staatsexamen. Seit 1997 bin ich im Bereich berufliche Weiterbildung tätig. Hauptsächlich habe ich Kurse gegeben für Berufstätige, die von ihrem Unternehmen umgeschult wurden.

-Zuerst Kurse zur beruflichen Weiterbildung und jetzt VHS. Das ist ziemlich ähnlich, oder?

Der große Unterschied ist, dass ich jetzt selbst ein Angebot konzipieren darf, das die Leute freiwillig annehmen. Aber ich denke schon, dass ich in meinem vorherigen Job viele nützliche Erfahrungen sammeln konnte. Ich habe ein gutes Fingerspitzengefühl, was den Umgang mit Menschen angeht.

-Was macht eigentlich eine Geschäftsleiterin der VHS hauptsächlich?

Da gibt es viele Punkte. Vorrangig bin ich natürlich für die Konzipierung des VHS-Programmes verantwortlich. Wir arbeiten auch schon wieder an dem Programm für das neue Semester. Hier stehe ich zwar als Ansprechpartner für den Kursbereich Gesellschaft zur Verfügung. Aber eigentlich habe ich keinen Schwerpunkt und möchte mir das bewusst offen halten. Ansonsten bin auch viel damit beschäftigt, nützliche Kontakte mit anderen VHS-Verbunden oder innerhalb des Zweckverbandes zu knüpfen.

-Und wie steht es um die VHS Olm finanziell?

Hier sind wir sehr gut aufgestellt. Wir haben ja den Vorteil, dass wir ein kommunaler Zweckverband sind und von den Gemeinden sehr viel Unterstützung erhalten.

-17 Jahre war Ihre Vorgängerin im Amt und jetzt kommen Sie. Was verändert sich unter Ihrer Regie?

Ich würde nicht von Veränderungen sprechen. Ich versuche in ein paar Dingen einen frischen Wind reinzubringen. Wir wollen unseren Online-Auftritt verbessern und vor allem auf den neuen sozialen Medien wie Facebook präsenter werden. Dadurch wollen wir auch mehr junge Leute zu erreichen.

Das Gespräch führte

Thomas Radlmaier.

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