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Vergangenheit: Die Baustelle zwischen München-Nord und Aschheim/Ismaning wird geräumt.

Ausbau A99

Gute Nachricht für Pendler: Baustelle auf der A99 wird abgebaut

Viele Pendler werden sich freuen: Der Ausbau der A99 zwischen dem Autobahnkreuz München-Nord und Aschheim/Ismaning ist fertig. Ab diesem Freitag rollt der Verkehr auf acht Spuren. Doch es wird nur eine kurze Verschnaufpause vom Dauerstau.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag, 22. November, werden die letzten Elemente der Baustelle für den achtspurigen Ausbau der A 99 zwischen dem Autobahnkreuz München-Nord und Aschheim/Ismaning abgebaut. Die Autobahn ist damit ab Freitagfrüh in beiden Fahrtrichtungen ohne Einschränkungen auf vier Fahrspuren befahrbar und der Ausbau damit abgeschlossen. Auch die Überleitung am Autobahnkreuz München-Nord von Nürnberg in Richtung Salzburg kann dann wieder zweispurig genutzt werden. Seit 2016 wurde auf dem Autobahnabschnitt gearbeitet. Ein Mammutprojekt: 13 Brücken wurden abgerissen und neu gebaut sowie drei Brücken grundlegend instand gesetzt. Asphaltiert wurde vor allem nachts, um den Verkehr nicht noch mehr zu belasten. Lange Staus waren dennoch an der Tagesordnung.

Abrissmaterial wiederverwendet

Zum Schutz der Anwohner vor Verkehrslärm wurden bis zu acht Meter hohe Lärmschutzanlagen errichtet und auf ganzer Länge wurde ein offenporiger Asphalt eingebaut, der die technisch höchstmögliche Lärmminderung erreicht. Besonders an der Baustelle: Beim Ausbau wurde erstmalig in großem Stil das anfallende Abbruchmaterial der alten Autobahn und der Brücken direkt auf der Baustelle wieder aufbereitet und eingebaut. Laut Verkehrsministerium wurden rund eine halbe Million Tonnen Recyclingbaustoffe eingebaut und so rund 14 000 Lkw-Fahrten eingespart. Derzeit wird noch daran gearbeitet, dass im Laufe des nächsten Jahres auch die Seitenstreifen in den Hauptverkehrs- und Urlaubszeiten für den Verkehr freigegeben werden können. 170 Millionen flossen in den Ausbau der Straße von bisher drei auf vier Fahrspuren in jede Richtung. Ein Ausbau, der dringend nötig war: Der Autobahnring A99 verbindet alle Autobahnen rund um die Landeshauptstadt, nimmt den Verkehr aus allen Richtungen auf und leitet ihn am Stadtgebiet vorbei. 

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Bis zu 160.000 Fahrzeuge pro Tag

Seit ihrer Eröffnung im Jahr 1975 ist das durchschnittliche Verkehrsaufkommen von etwa 30 000 Fahrzeugen pro Tag auf etwa 120 000 angestiegen. An Werktagen fahren im Schnitt 140 000 Fahrzeuge auf der A 99, zu Ferienreisezeiten sogar bis zu 160 000. Obwohl zeitweise die Seitenstreifen freigegeben wurden, kam es immer wieder zu Staus. Ab diesem Freitag soll der Verkehr wieder zügig rollen – zumindest vorerst. Denn der Abschluss der Bauarbeiten im nördlichen Bereich der A 99 ist noch lange nicht das Ende der Baustellen auf der Ostumfahrung. Schon 2021 geht es weiter: Dann wird der vierspurige Ausbau von Aschheim/Ismaning nach Kirchheim fortgesetzt. 2025 folgt der Bereich zwischen Haar und Ottobrunn. Vermutlich 2028 folgt die Strecke zwischen Kirchheim und Haar.

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