Die Autobahnausfahrt Kirchheim/Aschheim an der A99
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Wird zur Großbaustelle: Der Bereich um die Ausfahrt Kirchheim/Aschheim wird achtspurig ausgebaut, auch die Brücke der Staatsstraße (im Hintergrund) wird erneuert.

Drei Brücken werden erneuert

Achtspuriger Ausbau der A99: Pläne für Aschheim vorgestellt - Sorge um Verkehr im Ort

  • vonNico Bauer
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Der achtspurige Ausbau der A99 schreitet voran. Nun wurden die Pläne für den Abschnitt bei Aschheim vorgestellt. Die Gemeinderäte sorgen sich um mehr Verkehr im Ort.

Aschheim – Nach der Baustelle ist vor der Baustelle. Genau bei Aschheim endet derzeit der achtspurige Ausbau der A 99. Nun geht es weiter, die Autobahn GmbH (ehemals Autobahndirektion Südbayern) stellte dem Gemeinderat nun die Planungen vor.

Johann Schmid, Leiter des Geschäftsbereichs Betrieb und Verkehr bei der Außenstelle Maisach, erläuterte, dass man die Autobahn wegen des großen Mittelstreifens nach innen ausbauen müsse und sie nicht wie so oft nach außen hin verbreitern könne. Die sensible Aufgabe des neuen Bauabschnittes ist allerdings der Neubau von gleich drei Brücken. Erneuert werden die Bauwerke an der Staatsstraße 2082 und der Autobahn-Anschlussstelle Kirchheim/Aschheim, an der Erdinger Straße sowie an der Straße „Am Abfanggraben“.

„Wenn die Umfahrung durch den Ort geht...“

Besonders stark befahren ist laut Schmid die Brücke der Staatsstraße neben den Möbelhäusern und dem DHL-Zentrum. Hier, so entschied die Autobahn GmbH, ist wegen des starken Verkehrs eine Ersatzbrücke während der Bauzeit notwendig. An der Erdinger Straße zwischen Aschheim und dem Zentrum von Kirchheim gibt es eine halbe Ersatzbrücke, nämlich für Fußgänger und Radfahrer. Hier müssen Autofahrer während der Bauzeit auf die Staatsstraße ausweichen.

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Bürgermeister Thomas Glashauser (CSU) und die Gemeinderäte machten der Autobahn GmbH deutlich, dass die Planung der Baustelle nicht geräuschlos über die Bühne gehen werde. Mehrere Gemeinderäte äußerten die Befürchtung, dass die Brückensperrungen viel Verkehr in den Ort bringen. Der Verkehr müsse konsequent auf die Umgehungsstraße geleitet werden. „Wenn die Umfahrung durch den Ort geht, stehen uns heiße eineinhalb Jahre bevor“, sagte Günter Sassmann (FW). Auch Walter Wiedenhofer erwartet, „dass der Verkehr um Aschheim herumgeleitet wird“.

Bauarbeiten starten 2023

Johann Schmid machte deutlich, dass man in der Baustelle 80 Stundenkilometer erlauben könne und nicht mehr 60 wie bei der letzten Baustelle. Somit könne der Verkehr auf der A 99 besser in Fluss gehalten werden. Bürgermeister Glashauser erinnerte an die Sanierung der Brücke an der Erdinger Straße. Diese werde nun neugebaut und die Gemeinderäte müssen das den Bürgern erklären können. Die Autobahn-Planer begründeten den Neubau unter anderem damit, dass an solchen Straßen Radwege realisiert werden sollen und die Erdinger Straße diesen Ausbau bekomme.

Glashauser äußerte weiter den Wunsch, dass die drei Erneuerungen der Brücken zeitlich versetzt erfolgen sollen. Vor allem müsse sichergestellt werden, dass auch die Aschheimer Landwirte ihre Felder auf der anderen Seite der Autobahn erreichen können. Eines zeichnet sich jetzt schon ab: Die Baustelle in den Jahren 2023 und 2024 wird in Aschheim durchaus mit Sorge betrachtet.

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