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Auf dem Weg zur Musikschule? Der Verein will sich neu ausrichten, die Lehrer aber nicht anstellen.   

Wegen Verträgen für freiberufliche Lehrer

Ärger im Haus der Musik gärt weiter

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Der Ärger um Verträge, die freiberufliche Musiklehrer in Aschheim unterschreiben sollen, kocht weiter.  Experten sprechen von einem „heißen Eisen“. Die Gemeinde hält sich raus.

Aschheim – Der Konflikt um einen „Knebelvertrag“, den Musikschullehrer in Aschheim unterschreiben sollen, gärt weiter. Der Vorstand der Blasmusik Aschheim ist aufgebracht, nachdem verzweifelte Musikpädagogen den bisher intern ausgetragenen Konflikt öffentlich gemacht haben. Dabei geht es um einen Vertrag, der die Höhe ihrer Honorare festlegen soll und der bei einigen Musiklehrern Existenzangst weckt. Der neue Vorsitzende des Blasorchesters fordert die freiberuflichen Musiklehrer auf, den Vertrag bis 30. April zu unterschreiben.

Markus Lentz, Musikschulleiter in Grünwald und Vorsitzender des Verbands Bayerischer Musikschulen, findet es positiv, dass der Wunsch nach einer Musikschule entsteht: „Sobald man den freiberuflichen Lehrern etwas vorschreibt, verpflichtet man sich aber zu Sozialversicherungsabgaben. Das ist ein heißes Eisen“, warnt er. „Wer Honorare vorschreiben will, muss Angestelltenverhältnisse schließen.“ Er rät: „Man sollte sich beraten und alle Beteiligte ins Boot holen, um die Möglichkeiten auszuloten.“ Auch Norbert Kutta, Musikschulleiter in Garching, hält dies für ratsam: „Das Beste wäre, die Gemeinde würde eine eigene Musikschule gründen und den Lehrern Honorare zahlen.“ An der Musikschule Garching werden die angestellten Lehrer ab 2019 nach dem Tarif des öffentlichen Dienstes entlohnt.

Bisher haben die Musikpädagogen Honorare mit ihren Schülern oder deren Eltern verabredet. In mehreren Versammlungen wurde der neue Vertrag, der nach über 20 Jahren erstmals eingeführt werden soll, diskutiert. Aber trotz der Kritik der Lehrer beharrt der Vorstand auf einer Festlegung der Honorare, dabei sei der Eindruck entstanden: „Wer nicht unterschreibt, fliegt raus“, heißt es von Seiten der Lehrer. Will die Gemeinde auf Kosten der Freiberufler das kulturelle Angebot ausbauen und günstigen Musikunterricht anbieten? Die Gemeinde hat das „Haus der Musik“ errichtet und der Blasmusik zur Verfügung gestellt. Die Blasmusik erhält zudem öffentliche Mittel: einen Zuschuss von 4600 Euro pro Jahr für laufende Zwecke und Investitionszuschüsse bei Bedarf. Zudem gibt es, wie für alle Vereine, die Jugendförderung in Höhe von 55 Euro pro Kind oder Jugendlichen bis 18 Jahre.

Bürgermeister Thomas Glashauser (CSU) sagt nur soviel: Ja, es sei Absicht, eine Musikschule aufzubauen und das kulturelle Angebot für die Gemeinde auszuweiten. „Deswegen gibt es neben dem Unterricht für Blasinstrumente auch Unterricht für Klavier, Gitarre oder Schlagzeug.“ In die Angelegenheiten der Blasmusik will er sich nicht einmischen. Wer möchte, könne in seine Sprechstunde kommen. Anonym werde er Anliegen aber nicht behandeln.

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