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Auf dieser Fläche, südlich der Feldkirchner Straße, entsteht der Markt.

Im Baugebiet südlich der Feldkirchner Straße

Anwohner wollen keinen neuen Supermarkt

Aschheim - Mit großem Unverständnis haben einige Aschheimer Bürger auf die Pläne des Gemeinderates reagiert, am südlichen Ortseingang der Bundesstraße B471 einen großen REWE-Supermarkt unterzubringen.

In dem Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplanes und zur Aufstellung eines Bebauungsplans haben knapp 20 Bürger mit ihren Stellungnahmen harsche Kritik an der Gemeinde geäußert. Der Bauausschuss blieb in der Abwägung der Stellungnahmen bei den Planungen, lehnt aber eine weitere Vergrößerung der Ladenfläche von 3100 auf 3300 Quadratmeter ab.

Die Bürger kritisierten, dass es knapp einen Kilometer entfernt im Gewerbegebiet gleich drei Supermärkte gebe und diese den Süden Aschheims perfekt versorgen würden. Die Gemeinde weist in der vom Bauausschuss beschlossenen Stellungnahme darauf hin, dass der Großteil der Bewohner im Süden und Südwesten zum neuen Geschäft zehn bis 15 Minuten weniger Fußmarsch hätte. Das Gewerbegebiet sei speziell für ältere Menschen nicht mehr fußläufig erreichbar.

Ein ganz wesentlicher Kritikpunkt ist für die Bürger die wackelnde Nahversorgung im Norden des Ortes. Dort gibt es aktuell einen REWE-Markt plus einen dazu gehörenden Getränkemarkt, der an der Saturnstraße recht versteckt im Wohngebiet angesiedelt ist. Einige Aschheimer befürchten, dass dieser Markt in den nächsten Jahren schließen werde und der Norden dann schlecht versorgt sein würde.

Die Gemeinderäte verweisen darauf, dass der REWE an der Saturnstraße vertraglich bis 2031 gesichert ist und auf das City-Konzept umgestellt werden solle. Dagegen sei klar, dass der Getränkemarkt und der Postshop auf Dauer nicht dort bestehen bleiben könnten. Die Gemeinde möchte mit dem neuen Standort diese beiden Einzelhandelsangebote dauerhaft sichern. Mit dieser Antwort sind einige Bewohner der nördlichen Wohngebiete nicht zufrieden, denn sie befürchten eine arge Verkleinerung des Sortiments.

Das dritte große Diskussionsthema ist die Verkehrsanbindung des künftigen Supermarktes, der an die Bundesstraße B471 angrenzt. Dort liegt er zwischen der Eichendorff- und der Jedovnicestraße. Kritisiert wird die Zufahrt zu dem Geschäft über die Jedovnicestraße am Eingang eines neuen Wohngebietes.

Hierzu lautet die Antwort aus dem Bauausschuss, dass eine direkte Zufahrt zur Bundesstraße vom Straßenbauamt nicht genehmigt werde. Der Anschluss an die Eichendorffstraße gegenüber dem Feststadel scheitere an einem größeren Höhenunterschied des Geländes sowie der Nähe zum Kreisverkehr. Die Gemeinde verweist darauf, dass der neue REWE im Gegensatz zu dem derzeitigen in der Saturnstraße nicht durch mehrere Wohngebiete angefahren werden müsse.

In dem Bebauungsplanverfahren meldete sich auch der Betreiber des künftigen REWE-Marktes mit dem Wunsch, die Grundfläche des Einzelhandels von 3100 auf 3300 Quadratmeter erhöhen zu dürfen. Begründet wurde der Vorstoß damit, dass der Postshop für Schreibwaren, Tabak und Lotto um 130 Quadratmeter erweitert werden soll und zudem eine kleine Gewerbeeinheit (45 Quadratmeter) vorgesehen sei. Die Gemeinde antwortet dem Betreiber, dass eine nochmalige Vergrößerung kritisch gesehen werde. Die Gemeinde besteht ausdrücklich auf dem zugesagten Postshop auf der Fläche von insgesamt 3100 Quadratmetern.

Bürgermeister Thomas Glashauser (CSU) erwartet zudem bessere Varianten für die Fassadengestaltung des Marktes am Ortseingang: „Die bisherigen Entwürfe haben noch einige Luft nach oben.“ Das bestätigte auch Bernhard Stilling (CSU): „An dieser exponierten Stelle muss man mehr machen als in einem Gewerbegebiet.“

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