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Knapp 100 Asylbewerber wohnen hier: Die Container-Anlage in Dornach an der Karl-Hammerschmidt-Straße.

Bauverzögerung?

Archäologische Funde bei Asylbewerberheim in Aschheim

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Aschheim – In Aschheim mit seiner reichen Geschichte ist es bei Vorbereitungen für Bauprojekte eine Überraschung, wenn keine antiken Funde ausgegraben werden. So auch jetzt bei den Vorbereitungen für die mobile Unterkunft für knapp 50 Asylbewerber auf dem Parkplatz in der Nähe der Seniorenwohnanlage.

Bürgermeister Thomas Glashauser bestätigt, dass bei den Erdarbeiten auf dem Grundstück Pfosten von alten Siedlungen und Grabenhäusern entdeckt wurden. Für die Aufstellung der „Mobile Cubes“ zur Unterbringung von Asylbewerbern bedeutet das aber keine zeitliche Verzögerung.

Besonders interessant: Auch Teile eines alten Brunnens wurden freigelegt. Diese liegen aber neben der künftigen Wohnanlage und konnten deshalb wieder zugeschüttet und im Boden belassen werden. Die Historiker sind nicht unglücklich, dass der Fund noch die nächsten Jahre im Boden bleibt. Dann gibt es möglicherweise auch weitere technische Möglichkeiten für die Ausgrabung und die Bestimmung des Alters.

Bürgermeister rechnet mit keinen Verzögerungen

Mit Blick auf die Wohnanlage rechnet der Bürgermeister mit keinen Verzögerungen. Bis Ende des Jahres sollen die Mobile Cubes bezogen werden und sind dann eine der Alternativen zu den Traglufthallen. Diese möchte der Landkreis München bis Ende des Jahres alle abbauen.

Offen ist derzeit noch die Zukunft der Containeranlage im Gewerbegebiet Dornach mit knapp 100 Plätzen. Diese hat der Landkreis München nach aktuellen Stand bis Ende 2016 angemietet. Aschheims Gemeinderat hat aber bereits entschieden, dass die Container mit 43 Doppelzimmern an der Karl-Hammerschmidt-Straße bis 2019 geduldet werden könnten. Der Bürgermeister geht angesichts der im kommenden halben Jahr unterzubringenden Asylbewerber aus den Traglufthallen davon aus, dass das Landratsamt sowie die Regierung von Oberbayern demnächst die Option der Mietverlängerung annehmen.

Für Aschheim hätte die weitere Nutzung der Containeranlage auch den Vorteil, dass dann die Quote der aufzunehmenden Asylbewerber erfüllt wäre. Bis 2019 könnte die Kommune ohne Zeitdruck neue Möglichkeiten für die dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge prüfen.

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