+
Das Aschheimer Rathaus.

Planungen zur Zukunft der Gemeinde

Aschheim: Das ärgert und freut die Bürger an ihrer Gemeinde

  • schließen

In Zusammenarbeit mit den Bürgern will die Gemeinde Aschheim ihren neuen Flächennutzungsplan aufstellen und nun liegen reichlich Ideen auf dem Tisch.

Aschheim – Satte 126 Seiten umfasst die Broschüre des Planungsverbandes Äußerer Wirtschaftsraum München, in der die Ergebnisse einer Internetbefragung mit 613 Teilnehmern zusammengefasst werden. Die Aschheimer Bürger hatten immer wieder die Gelegenheit, auf der Karte des Gemeindegebietes Bereiche zu markieren. Sie sollten zeigen, wo ihre Lieblingsplätze sind, oder wo die Lärmbelästigung am Schlimmsten ist.

Schön ist der Sportpark, ein Ärgernis die wichtigste Kreuzung

Bei den Lieblingsstandortorten in Aschheim bekamen das Dorfzentrum, der Erholungspark Südwest und das Sportzentrum die meisten Nennungen, in Dornach waren es die Ortsmitte und der Spielplatz. Größter Konfliktpunkt ist dagegen die zentrale Kreuzung der beiden Hauptverkehrsstraßen in Aschheim. Grundsätzlich bekam die Gemeinde aber ein gutes Zeugnis ausgestellt. So sind 247 Bürger mit dem aktuellen Radwegenetz zufrieden bis sehr zufrieden, während 179 Menschen neutral bis unzufrieden ankreuzten.

Noch deutlicher war die Zustimmung zu den Fußwegen, wo 235 Befragte sehr zufrieden und 63 eher zufrieden sind. Neutral oder unzufrieden waren gerade einmal 33 Umfrageteilnehmer. Beim öffentlichen Personennahverkehr sah es anders aus, denn hier ist der überwiegende Teil weniger oder nicht zufrieden. Wesentliche Kritikpunkte waren ein fehlender Halt der S-Bahn in Aschheim oder eine zu schlechte Taktung der Züge am Dornacher Bahnhof.

Bürgermeister: „Kein Wunschkonzert!“

Bei den Verkehrswegen hielten sich positive und negative Bewertungen etwa die Waage. Sehr positiv bewerteten die Aschheimer auch den aktuellen Stand bei der Bildung, den Betreuungsangeboten und den Freizeiteinrichtungen. Der Gemeinderat bekam aber auch viele Anregungen, wie sich Bürger die mittel- bis langfristige Entwicklung der Kommune vorstellen können. „Das soll jetzt aber kein Wunschkonzert sein, in dem wir es jedem Bürger recht machen“, sagte der Bürgermeister Thomas Glashauser. Er wünschte sich, dass die Gemeinderäte die Umfrageergebnisse intensiv analysieren und darüber nachdenken. Bei manchen mehrfach gewünschten Punkten müsse man es auch begründen, wenn im neuen Flächennutzungsplan anders geplant werde.

Nun plant die Gemeinde

Einer dieser Wünsche war die mehrfach genannte Anregung, dass die Aschheimer gerne ein eigenes Kino hätten. Achim Jänsch erinnerte daran, dass es schon einmal Kinoangebote gab, dann aber nur fünf bis sechs Gäste pro Vorstellung kamen. Das Verfahren zur Aufstellung eines neuen Flächennutzungsplans befindet sich mit der Bürgerumfrage in der Endphase des informellen Teils. Nach der Grundlagenermittlung und der Bestandsanalyse befindet man sich nun bei der Zieldiskussion mit Klausuren des Gemeinderates, der Bürgerbeteiligung oder einem Nachbarschaftsdialog. Nach dieser Projektphase folgt im neuen Jahr dann der Start des formellen Teils mit einem ersten Vorentwurf des Flächennutzungsplanes. Diesem folgt dann der endgültige Entwurf sowie die öffentliche Auslegung. 

Aus der Gemeinde: Gelbes Ärgernis: SPD und FW wollen Post-Transporter aus Wohngebieten verbannen

Landratswahl im Landkreis München: Die Kandidaten im Überblick

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Das gibt‘s auch nicht oft: Burschenverein  bezieht Wohnung
Als Interimsquartier dient den Burschen in Feldkirchen bis auf Weiteres eine Wohnung. Langfristig sollen sie in eine Hütte oder einen Container ziehen.
Das gibt‘s auch nicht oft: Burschenverein  bezieht Wohnung
Mutter wollte Kind von der Kita abholen - mit 2,2 Promille und dem Auto
Mit 2,2 Promille war eine 32-jährige Frau am Mittwochnachmittag in Unterhaching unterwegs. Pikant: Sie wollte ihr Kind von der Kita abholen. 
Mutter wollte Kind von der Kita abholen - mit 2,2 Promille und dem Auto
Laser statt Raketen? Behindertenbeirat wirbt für Alternative zum Feuerwerk
Silvester ist gerade erst rum, da macht der Behindertenbeirat einen Vorschlag für die nächsten Feierlichkeiten: Statt eines Feuerwerks soll es in Haar eine Lasershow …
Laser statt Raketen? Behindertenbeirat wirbt für Alternative zum Feuerwerk
Bewohner fliehen vor Flammen in sechsstöckigem Haus: Großeinsatz der Feuerwehr
Eine Wohnküche in einem sechsstöckigen Haus in Ottobrunn ist am Mittwochnachmittag ausgebrannt. Der Bewohner wurde verletzt, meldet die Feuerwehr.
Bewohner fliehen vor Flammen in sechsstöckigem Haus: Großeinsatz der Feuerwehr

Kommentare