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Robust: Auch schwere Lkw können auf ihrem Weg zur A 99-Baustelle die Behelfsbrücke befahren.
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Mit Greifzügen wurden die Fahrbahn-Teile der Konstruktion eingehoben.
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Schraube für Schraube drehen die Einsatzkräfte in den Stahl, am Ende sind es 5490 Stück.
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Hämmern und schrauben über dem Mittleren Isarkanal

Behelfsbrücke für A99-Baustelle: Beeindruckende Bilder von den Arbeiten 

Die Bauarbeiten an der A99 schreiten voran. Nun musste eine Behelfsbrücke über den Isarkanal geschlagen werden als Zufahrt für den Rettungsdienst. Hier gibt‘s Fotos von den 

Aschheim – Bauteil für Bauteil schwebt über den Mittleren Isarkanal bei Aschheim. Die Brücken-Spezialisten vom Technischen Hilfswerk (THW) schrauben sie zusammen. Der Druckluftschrauber wummert unablässig, Vorschlaghämmerer lassen den Stahl klirren. Und das fast rund um die Uhr.

Im Drei-Schicht-Betrieb haben die Einsatzkräfte des THW an zwei Wochenenden eine Behelfsbrücke nahe dem Feringasee über den Kanal geschlagen. Sie fungiert als Not- und Rettungszufahrt sowie für den Baustellenverkehr im Bereich der Großbaustelle auf der Autobahn A 99. Da mit zunehmenden Baufortschritt am Autobahnbrückenneubau die Zufahrt über den bisherigen Weg nicht mehr möglich ist, hat die Autobahndirektion Südbayern um Hilfe beim THW gebeten.

„Die Krupp-D-Brücke ist eines der im THW gebräuchlichen Behelfsbrückengeräte und bietet für die Gegebenheiten an der Einsatzstelle die optimalen Bedingungen“ wird der Gruppenführer der Fachgruppe Brückenbau, Florian Wigger, in einer Pressemitteilung zitiert. Die Brücke mit 50 Meter Spannweite können demnach auch auch schwere Lkw passieren .

Gut 25 ehrenamtliche Einsatzkräfte pro Schicht arbeiteten hochkonzentriert Hand in Hand bei der Brückenmontage. Und so wuchs die 88 Tonnen schwere Behelfsbrücke Feld um Feld. Mit den Greifzügen und Stahlseilen zogen sie ein Versatzstück nach dem anderen weiter über den Isarkanal, damit hinten neue Brückenfelder angebaut werden konnten.

Größte Herausforderung war für die Einsatzkräfte am ersten Wochenende die Witterung: „Natürlich sind wir keine Schönwetter-Einsatzkräfte“, stellt Jürgen Fischer, Einsatzleiter Brückenbau der Nachmittagsschicht, klar. „Aber wir bewegen tonnenschwere Stahlbauteile mit Kränen auf der Baustelle, die von den Einsatzkräften millimetergenau eingepasst werden müssen.“ Durch die starken Windböen wurden die immer wieder aufgeschaukelt, die Last stellte damit trotz Sicherung eine Gefährdung für die auf der Brücke arbeitenden Helfer dar.

Unterstützt wurde die Fachgruppe Brückenbau vom THW-Ortsverband Freising von Einheiten aus Markt-Schwaben und Rosenheim. „Es war eine besondere Herausforderung, eine solche Baumaßnahme im 24-Stunden-Betrieb umzusetzen“ sagt Florian Erler, Gruppenführer der Fachgruppe Beleuchtung. Dank Lichtmasten und LED-Leuchtkörpern auf Stativen war es aber möglich, die gut 3800 Quadratmeter Baustelle nahezu auszuleuchten.

Insgesamt verbaute das THW an der Brücke 5490 Schrauben 120 Tonnen Material, in 500 ehrenamtlichen Einsatzstunden.  mm

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