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Aschheim bekommt eigenes Gymnasium

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Von: Janine Tokarski

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Südlich der St.-Emmeram-Realschule in Aschheim ist Platz genug für das neue Gymnasium. Dort soll der Schulcampus entstehen.
Südlich der St.-Emmeram-Realschule in Aschheim ist Platz genug für das neue Gymnasium. Dort soll der Schulcampus entstehen. © Sabina Brosch

Riesige Freude: Aschheim bekommt ein neues Gymnasium. Das Kultusministerium hat grünes Licht gegeben. Es gibt konkrete Ideen für die Ausrichtung der neuen Schule.

Aschheim – Gute Nachrichten kommen aus dem Kultusministerium: Es gibt grünes Licht für ein Gymnasium in Aschheim. „Das ist ein wichtiges Signal für den Landkreis als florierende Wirtschaftsregion. Damit legen wir letztendlich den Grundstein, um dem Fachkräftemangel wirksam entgegenzutreten“, sagt Landrat Christoph Göbel (CSU). Das Gymnasium soll neben der St.-Emmerams-Realschule gebaut werden, sodass dort ein neuer Schulcampus entsteht. Und der Neubau soll das Gymnasium in Kirchheim entlasten.

Denn die Schülerzahlen steigen massiv. Aktuell besuchen rund 14  200 Schüler eines der 16 Gymnasien im Landkreis; 2035 sollen es den Prognosen zufolge bereits knapp 20 400 sein. Auch das Gymnasium Kirchheim wird bald an seine Kapazitätsgrenzen kommen: Ohne einen weiteren Standort würden die Schülerzahlen dort auf bis zu 2000 im Jahr 2035 steigen. Am neuen Gymnasium in Aschheim sollen im ersten Jahr nach seiner Fertigstellung knapp 800, bis 2035 über 900 Kinder und Jugendliche unterrichtet werden.

„Mit dem neuen Gymnasium fügen wir dem Bildungsstandort Landkreis München nach der FOS Haar, den Gymnasien in Unterföhring, Ismaning und Grünwald sowie der geplanten FOS in Oberhaching einen weiteren wichtigen Baustein hinzu“, sagt der Landrat.

Entlastung für Kirchheim

Träger des neuen Gymnasiums wird der Zweckverband Staatliche weiterführende Schulen im Osten des Landkreises München übernehmen. In ihm sind die Gemeinden Aschheim, Kirchheim und Feldkirchen vereint. „Für unsere drei Zweckverbandsgemeinden ist die Genehmigung eine großartige Nachricht“, sagt Zweckverbandsvorsitzender und Kirchheims Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU). „Kirchheim wird entlastet und die Schullandschaft weiterentwickelt.“

Die beiden Gymnasien in Kirchheim und Aschheim sollen sich auch inhaltlich ergänzen: Es „liegt uns sehr am Herzen, dass sie künftig inhaltlich eng zusammenarbeiten, sodass neben dem naturwissenschaftlich-technischen und sprachlichen Schwerpunkt in Kirchheim zusätzlich eine humanistische oder musische Ausrichtung in Aschheim entstehen könnte“, erläutert Böltl.

Da die Genehmigung aus dem Kultusministerium vorliegt, gilt es, ein Konzept für den Aschheimer Schulcampus zu erarbeiten. Neben Grunderwerb und planerischen Vorbereitungen muss entschieden werden, ob und inwieweit die gewünschten Ausbildungsrichtungen in Aschheim eingerichtet werden können. 

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