Zweckverband entscheidet

Aschheim bekommt eigenes Gymnasium

Aschheim - Das neue Kirchheimer Gymnasium ist gerade erst beschlossen, da steht bereits der Beschluss für den Bau eines weiteren im Münchner Osten an. Aschheim soll am 21. November  im Schulzweckverband den Zuschlag bekommen.

Eine große Schulfamilie zwischen den Gemeinden Kirchheim, Feldkirchen und Aschheim soll entstehen. „Wir haben enormen Handlungsdruck aus dem Bestand, aber auch durch den zu erwartenden Zuzug, der sich aus der Neuausweisung von Baugebieten ergibt“, betont Kirchheims Bürgermeister Maximilian Böltl, zugleich Vorsitzender des Schulzweckverbandes. Dies belegen zum einen die Zahlen des Schuldbedarfsplans, Kirchheim wird bis zum Jahr 2013 ein Wachstum auf 16 000 Einwohner prognostiziert. „Da sind wir auch in der Pflicht, das erforderliche Bildungsangebot zu schaffen.“

Campus mit Realschule und FOS/BOS-Außenklassen

Die Zweckverbandsgemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim sowie der Landkreis kamen im September überein, das neue Gymnasium in ein Gesamtkonzept einzubetten. Aschheim hat die Realschule, und, was noch gewichtiger ist, genügend Platz für einen künftigen Schulcampus. „Uns gehören hier 13 500 Quadratmeter und wir haben noch weitere Flächen in petto“, sagt Aschheims Bürgermeister Thomas Glashauser. „Also genügend für Schulgebäude, Sportanlagen und eine Turnhalle.“ Das eröffne auch Möglichkeiten, dort nicht nur die Realschule zu erweitern, sondern auch zusätzlich Platz für Außenklassen der FOS/BOS Haar zu schaffen. In Aschheim könnte ein musisches oder humanistisches Gymnasium sinnvoll sein, eventuell das eine im G8 und das andere im G9-Modus laufen. Glashauser erhofft sich zudem eine Stärkung der Realschule. Wenn diese erweitert und die FOS/BOS vor Ort sei, „kann dies so attraktiv sein, dass nicht alle Schüler immer nur das Gymnasium als ‘die’ weiterführende Schule sehen“.

Bis zu 800 Schüler und Kosten von rund 30 Millionen Euro

Nächster Schritt ist die exakte Ermittlung des Bedarfs. Böltl geht von der Hälfte des Kirchheimer Gymnasiums aus, also 600 bis 800 Schülern. Dann werden der konkrete Standort und die Finanzierung diskutiert. Bereits für das Kirchheimer Gymnasium haben die drei Gemeinden 60 Millionen zu stemmen, weitere 30 Millionen sind da alleine nicht zu stemmen. Dass das Gymnasium Aschheim ein Kraftakt wird, darüber sind sich Glashauser und Böltl klar. „Aber gemeinsam schaffen wir das. Und zwar nur gemeinsam und in Kooperation.“ Was jedes Zweckverbandsmitglied bezahlen muss, hängt von der Zahl der Schüler der jeweiligen Gemeinde ab. „Deshalb ist uns die Realisierung innerhalb des Zweckverbandes auch so wichtig“, betont Böltl. 

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