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Für die Opfer kam jede Hilfe zu spät

Tragödie am Faschingsdienstag

Unfall mit zwei Toten - „Belastender Einsatz“ für Freiwillige Feuerwehr Aschheim

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Sie hatten keine Überlebenschance. Eine 55-Jährige und ihre jüngere Beifahrerin sind am Nachmittag des Faschingsdienstags in ihrem BMW-Cabrio zwischen Aschheim und Riem tödlich verunglückt.

+++Update+++ Wie die Polizei am Mittwoch bekannt gab, handelt es sich bei den Opfern um eine 55-jährige Mutter und deren 25-jährige Tochter aus Kirchheim.

Aschheim/Feldkirchen – In einer lang gezogenen Linkskurve auf der Staatsstraße 2082 ist die Fahrerin vermutlich mit dem Wagen aufs Bankett geraten. Der BMW stellte sich quer, rutschte seitlich in den Gegenverkehr und wurde von einem Kleintransporter erfasst. Durch den Zusammenprall mit dem Mercedes Sprinter wurde der BMW förmlich zerquetscht, die beiden Frauen im Wrack eingeklemmt. Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Aschheim befreiten die Unfallopfer aus dem Cabrio. Doch für die Frauen kam jede Hilfe zu spät. 

Ein Rettungshubschrauber war im Einsatz.

„Das war auch für unsere Leute ein Einsatz, der an die Nieren ging“, heißt es in der Feuerwehrzentrale im Landratsamt. So versammelte Zugführer Günther Pinkenburg, der die Aschheimer geleitet hatte, seine Leute nach dem Einsatz im Feuerwehrhaus. Nachbesprechung, Krisenintervention; mit Diakon Hermann Saur, dem Feuerwehrseelsorger des Landkreises, der auch bereits an der Unfallstelle gewesen war. „Das war definitiv ein belastender Einsatz“, sagte Günther Pinkenburg (39) nach der Besprechung. Er ist Rechtsanwalt und seit 25 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr. Seine Leute, 18 Männer und Frauen, mussten die Unfallopfer aus dem Wrack befreien. Dann unterstützten sie die Rettungskräfte bei der Reanimation. 

Staatsstraße stundenlang gesperrt

Die Feuerwehr Aschheim hat exzellente First-Responder-Kräfte, Ersthelfer, genau für solche Fälle. Aber letztlich waren alle hilflos. Das zu vermitteln, den Einsatzkräften zu helfen, die Belastung zu verarbeiten, dafür ist Diakon Saur da. Und der Rückhalt der Kameradinnen und Kameraden. „Wir haben das gemacht, was wir gelernt haben, wofür wir da sind. Aber manchmal reicht das halt nicht. Wir können nichts dafür“, sagt Pinkenburg Angaben zu den Personalien der Opfer konnte die Polizei zunächst nicht machen. 

Das zerstörte Unfall-Wrack.

Auch Angaben eines Augenzeugen, wonach zumindest eine der Frauen für den Fasching maskiert war, konnte die Polizei nicht bestätigen. Die war mit Wichtigerem beschäftigt. Etwa ein unfallanalytisches Gutachten in die Wege zu leiten, um den Hergang des Unglücks wirklich zu klären. Die beiden Männer im Mercedes Sprinter, laut Angaben der Berufsfeuerwehr 30 und 60 Jahre alt, erlitten schwere Verletzungen. Sie wurden durch mehrere Notärzte erstversorgt und danach mit einem Hubschrauber sowie einem Rettungswagen in Kliniken gebracht. Der Fahrer hatte wohl keine Chance, den Unfall zu vermeiden. Die Staatsstraße war bis in die Abendstunden gesperrt.

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