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Ein paar Streicheleinheiten gibt es von Robert Höfling Pauline, die er endlich wieder bei sich hat.  

Pauline kehrt nach neun Monaten  heim nach Aschheim

Frettchen-Abenteuer mit Happy End

 Robert Höfling hat seine Pauline wieder! Die Frettchendame war dem Aschheimer vor neun Monaten ausgebüxt. Das Leben gerettet hat ihr ein Trick.

Aschheim – Überglücklich ist Robert Höfling, 50, Falkner aus Aschheim. Seine Pauline ist wieder da. Neun Monate war die dreijährige Frettchendame verschwunden, nun konnte Höfling sie wieder in die Arme schließen.

Ende September 2016 riss das neugierige Tier aus seiner Tragebox aus. Höfling hatte Pauline in der Arbeit dabei, er ist Gärtner beim Aschheimer Bauhof. Zwei Tage lang suchte er das Frettchen –vergebens. Zu groß war der mögliche Radius, zu klein Pauline. Er hängte Zettel aus, ging zur Polizei, startete einen Aufruf. Doch niemand meldete sich, niemand hatte Pauline gesehen. Dabei geht es Pauline zu Hause sehr gut. Mit einigen Artgenossen zusammen wohnt sie in artgerechter Haltung mit viel Auslauf.

Höfling, der eine Frettchenzucht und eine Falknerei besitzt, arbeitet mit den Tieren. Aktuell hat er ungefähr 20 Frettchen, alsoviele Spielkameraden für Pauline. Doch zu groß war ihre Neugierde und Abenteuerlust. Sie riss aus und fand nicht mehr nach Hause. Untröstlich war Höfling über ihren Verlust.

Doch nun geschah das Wunder: An einem Futterplatz für streunende Katzen an der Marsstraße in Aschheim entdeckte eine Frau das kleine, abgemagerte Tier. Sie hielt es zunächst für ein Marderjungtier. Sie sind oft verwaist und durch den Hunger sehr zutraulich. Die Finderin rief Wildtierbiologin Lydia Schübel vom Tierschutzverein an. Diese stellte anhand mitgesendeter Fotos und Videos schnell fest, dass es sich nicht um einen Marder, sondern um ein Hausfrettchen handelte. Die Finderin brachte Pauline ins Tierheim München.

Dort wurde das verängstigte und zerzauste Tier aufgepäppelt. Über 70 Zecken tummelten sich auf Pauline. Völlig ausgehungert und unterernährt stürzte sie sich auf das Futter. Durch die Recherche von Evelyn Kosenbach, Leiterin der Vermisstenstelle im Tierheim, konnte der Besitzer schnell ermittelt werden. Und so wurde Pauline nur wenige Tage später von Robert Höfling abgeholt. Pauline habe sich von den Strapazen sehr gut erholt und sei wieder munter. „Hervorragend“ nennt Höfling Paulines aktuellen Gesundheitszustand.

Überleben konnte sie das Abenteuer nur mit Hilfe ihrer Cleverness. Sie schlug sich im Winter bei Katzenfutterplätzen durch. 

Linda Rowold

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