100 Feuerwehrleute waren bei dem Brand in der Asylunterkunft an der Karl-Hammerschmidt-Straße im Einsatz.
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100 Feuerwehrleute waren bei dem Brand in der Asylunterkunft an der Karl-Hammerschmidt-Straße im Einsatz.

Tatverdächtiger festgenommen

Großbrand in Dornacher Asylunterkunft: Es war Brandstiftung

  • Patricia Kania
    vonPatricia Kania
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Großbrand in Dornach: Sieben Wohncontainer der Asylunterkunft an der Karl-Hammerschmidt-Straße standen am Donnerstagnacht gegen 1.45 Uhr in Flammen. Die Polizei hat einen Tatverdächtigen festgenommen.

Aschheim - Mitten in der Nacht bemerkten Anwohner das Feuer in der Flüchtlingsunterkunft an der Karl-Hammerschmidt-Straße 30 in Dornach und verständigten den Notruf. Die Feuerwehren Dornach und Aschheim sowie die Feuerwache Riem der Berufsfeuerwehr München und Kräfte der Kreisbrandinspektion rückten aus.

Den dichten Rauch bemerkten Anwohner und verständigten den Notruf

Da nach kurzer Zeit ein Vollbrand mehrerer Wohncontainer bestätigt wurde, wurde die Alarmstufe erhöht, woraufhin weitere Kräfte zur Einsatzstelle alarmiert wurden, darunter auch die Feuerwehr Kirchheim, das THW München-Land und der ABC-Zug. Von der drei Komplexen standen sieben der 22 Container des mittleren Komplexes in Vollbrand, so eine Sprecherin des Polizeipräsidiums München.

Von der drei Komplexen der Asylunterkunft an der Karl-Hammerschmidt-Straße in Dornach standen sieben Container des mittleren Komplexes in Vollbrand.

Asylheim in Aschheim brennt: 100 Feuerwehrleute im Einsatz

Wie Kreisbrandmeister Markus Böhmfeld in einer Pressemitteilung berichtet, wurden mehrere Atemschutztrupps unter schwerem Atemschutz und diverse C-Rohre eingesetzt, um das Feuer zu löschen. Insgesamt waren 100 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Einsatzleitung lag beim Kommandanten der Feuerwehr Dornach, Günter Schenkl. 

26-jähriger Bewohner festgenommen

Ein Bewohner wurde dabei verletzt. Der Mann musste laut Böhmfeld mit mittelschweren Brandverletzungen von einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden. Alle anderen der 40 Bewohner wurden unverletzt in Sicherheit gebracht. Wie die Polizei am Donnerstagmittag berichtet, handelt es sich um Brandstiftung. Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen. Dabei handelte sich um den verletzten Bewohner, einen 26-jährigen* Eritreer. Laut Polizei war er stark alkoholisiert. Nach den bisherigen Erkenntnissen hat er das Feuer in seinem Zimmer gelegt. Der 26-Jährige wird jetzt dem Ermittlungsrichter zur weiteren Klärung der Haftfrage vorgeführt. Sein Motiv ist bisher unklar.

Bis auf eine Person konnten alle der 40 Bewohner unverletzt in Sicherheit gebracht werden.

Schäden nach Brand in Asylunterkunft: Fünf Container nicht mehr bewohnbar

Aufgrund der Witterung mit Schneeregen und Temperaturen um den Gefrierpunkt wurden zwei Großraumrettungswagen der Berufsfeuerwehr München zur Einsatzstelle beordert, in denen sich die Bewohner aufwärmen und betreut werden konnten. Nach etwa vier Stunden war der Brand gelöscht und der Einsatz beendet. Fünf der Wohncontainer sind laut Polizei nicht mehr bewohnbar. Wie hoch der Schaden ist, ist noch unklar. Die Bewohner sind jetzt erst einmal in anderen Einrichtungen untergekommen. Wie es zu dem Feuer kommen konnte, müssen jetzt die Brandfahnder der Polizei ermitteln.

*in einer vorherigen Version des Artikels war das Alter des Tatverdächtigen mit 25 Jahren angegeben. Die Polizei hat dies korrigiert.

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