Modellpräsentation am Bauplatz des Schulcampus: (von links) Thomas Glashauser (Bürgermeister Aschheim), Andreas Janson (Bürgermeister Feldkirchen), Simon Winter (Geschäftsführer Köhler Architekten), Michele Schlautmann (Geschäftsführerin Zweckverband), Christian Merk (Geschäftsführer Köhler Architekten), Slaven Trifunovic (Köhler Architekten), Ernst Weidenbusch (stellvertretender Landrat) und Maximilian Böltl (Bürgermeister Kirchheim).

An die Realschule angeschlossen

Angedockt: Das ist der Siegerentwurf für das neue Gymnasium

  • vonNico Bauer
    schließen

Wenn im September 2025 der Unterricht wieder beginnt, sollen in Aschheim erstmals die Schüler ins neue Gymnasium strömen. Der Siegerentwurf für den Schulcampus ist nun vorgestellt worden.

Aschheim – Im September 2025 sollen die ersten Schüler das neue Gymnasium in Aschheim besuchen. Seit gestern hat der dortige Schulcampus ein Gesicht bekommen. Der Zweckverband Weiterführende Schulen der drei Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim stellte den Siegerentwurf des Wettbewerbs vor. Köhler Architekten aus Gauting erhalten diesmal den Zuschlag, nachdem sie in Unterföhring beim Gymnasiums-Neubau schon nahe dran war.

„In Unterföhring hatten wir einen richtig guten Entwurf“, sagte der geschäftsführende Gesellschafter Christian Merk und zog die Parallelen zum FC Bayern, der nach dem verlorenen Finale Dahoam 2012 bei nächster Gelegenheit die Champions League gewann. Nach dem zweiten Preis in Unterföhring steht das Büro nun für den Bau des Aschheimer Schulcampus an erster Position.

Viel Grün zwischen den Gebäuden prägt den Campus

Schulcampus in Holzbauweise: Der Siegerentwurf überzeugt durch eine lockere Gestaltung. Gelungen ist der Anschluss an den markanten Bau der bestehenden Realschule (oben links). Den Parkplatz von Gymnasium und Sporthalle (unten rechts) verstecken die Gebäude

Im Schulzweckverband war man sich einig bei dem Wettbewerbssieger, insbesondere der Aschheimer Bürgermeister Thomas Glashauser (CSU) freute sich über den Zuschlag für seinen Favoriten. „Die Sieger haben den Anschluss an die bestehende Realschule von allen am Besten gelöst“, sagte Glashauser. Die Realschule ist ein markantes Gebäude, was die Aufgabenstellung spannend machte. Zwischen der Realschule und dem von den Aschheimern liebevoll „Fidsche“ genannten See mussten auf den vorhandenen Flächen die Erweiterung der Realschule ebenso untergebracht werden wie das neue Gymnasium sowie eine Sport-/Schwimmhalle.

Der Siegerentwurf sieht vier rechteckige Gebäude vor, die an die bestehende Realschule angedockt und versetzt gebaut werden. Daraus ergeben sich Freiräume für einen großzügigen Schulcampus im Grünen. Die Allwetterplätze der Schulen werden zwischen den Neubauten und der bestehenden Sporthalle realisiert.

„Vielleicht kam mir meine Zeit als Oberministrant zu Gute“

Mit dem Finale des Wettbewerbs und der Beauftragungvon Köhler Architekten kann nun die Detailplanung beginnen. Der Zweckverband wird beispielsweise die Schulleitung der Realschule in die Planung einbinden. Der Vorsitzende des Zweckverbands und Kirchheimer Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) dankte seinem Aschheimer Kollegen Glashauser, der mit viel Geduld jahrelang verhandelt habe und am Ende die benötigten Flächen für den Campus kaufen konnte. Glashauser durchschlug den gordischen Knoten. Er kaufte der Kirche die Fläche ab, die ihre Grundstücke normalerweise nur auf Erbpacht zur Verfügung stellt. „Vielleicht kam mir meine Zeit als Oberministrant zu Gute“, witzelte Glashauser. Dieser Grundstücksdeal war für ihn ein großer Erfolg.

Nun aber ist Eile geboten für den sportlichen Zeitplan, wenn im September 2025 der erste Schultag gefeiert werden soll. Dieser Zielpunkt ist besonders wichtig, weil 2025/26 das letzte Jahr mit G9 ist und der Zweckverband mit der Fertigstellung so deutlich mehr Zuschüsse erwarten kann als bei einer Einweihung ein Jahr später. Die drei Bürgermeister wie die Planer sind überzeugt, den Zeitplan einhalten zu können.

Auch interessant: Wirecard-Skandal entfacht Debatte um Parkhaus

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Ausgeschlafener Brezn-Wirbler
Der Bäcker Anton Pettinger verbindet eine junge Familie und Frühaufstehen. Er liebt seinen Beruf, obwohl er auf so manches verzichten muss. 
Ausgeschlafener Brezn-Wirbler
„Habe Corona total unterschätzt“: Patientin macht schwere Erkrankung durch - jetzt warnt sie die Bevölkerung
Anneliese Figue infizierte sich mit dem Coronavirus - und erkrankte schwer. „Ich selbst habe Corona total unterschätzt“, sagt sie und möchte nun andere Menschen warnen.
„Habe Corona total unterschätzt“: Patientin macht schwere Erkrankung durch - jetzt warnt sie die Bevölkerung
Vermittler zwischen den Fronten: Bürgermeister Janson setzt voll auf Kommunikation
Unter seinem Vorgänger hatte er zuletzt „verhärtete Fronten“ ausgemacht. Andreas Janson setzt daher auf viel Kommunikation. Nur bei einem Wahlversprechen muss er …
Vermittler zwischen den Fronten: Bürgermeister Janson setzt voll auf Kommunikation
Lockmittel im ersten Stock: Gemeinde baut Hort - mit Wohnungen fürs Personal
Die Gemeinde Kirchheim baut ein zweites Haus für Kinder mit 200 Betreuungsplätzen. Im ersten Stock entstehen acht Wohnungen. Bestenfalls Köder fürs Personal.
Lockmittel im ersten Stock: Gemeinde baut Hort - mit Wohnungen fürs Personal

Kommentare