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Münchner-Merkur-Leser Armin Lampert (Bild unten) schlägt hier, auf Höhe der Gaststätte Birkenhof, eine Brücke über die B471 vor.

Querung der B471

Lösung für gefährlichen Radweg in Sicht

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Aschheim - Eine Lösung für Radfahrer über die B471 ist in Sicht. Ein Leser des Münchner Merkur und das Staatliche Bauamt suchen nach Alternativen für den gefährlichen Radweg.

Merkur-Leser Armin Lampert aus Aschheim ist begeisterter Radfahrer und pensionierter Maschinenbauer. Als er im August den Bericht las über den Radweg entlang der Speicherseen in Richtung Feringasee mit der lebensgefährlichen Überquerung der Bundesstraße B471, da machte er sich Gedanken. Er schlug eine Brücke über die Straße für Radfahrer, Reiter und Fußgänger auf Höhe des Birkenhofes vor, „der vorhandene Lärmschutzwall am Südrand des Eon-Grundstücks kann dazu genutzt werden“, sagt Lampert. Er entwarf gleich einen Plan, wie das aussehen könnte.

Gute Idee, aber andere Umsetzung

„Die Idee ist wirklich gut – doch eine eigene Brücke über die B471 wird es nicht geben“, antwortete Stefan Rinderer vom Staatlichen Bauamt Freising, nachdem er Lamperts Vorschläge gesehen hatte. „Wir werden aber den Weg parallel zur Bundesstraße verbreitern und teeren, dann können die Radler dort bis zum Kreisel fahren und gefahrlos hinüber“, verspricht Rinderer. Das notwendige Planfeststellungsverfahren bei der Gemeinde Aschheim, der das Grundstück gehört, laufe bereits, diese Lösung sei also nächstes Jahr im Frühjahr möglich. Genau vor einem Jahr, am 16. Oktober 2015, wurde die neue Autobahnausfahrt Aschheim/Ismaning an der A99 eröffnet. Gekostet hat das Mammut-Bauwerk fast 47 Millionen Euro, ein Weg zur Querung der Bundesstraße für Radler, Fußgänger oder Reiter war in dieser riesen Summe nicht enthalten. Wer auf dem Radweg von Unterföhring oder dem Feringasee zum Vogelparadies am Speichersee möchte, der steht vor einer hohen Leitplanke. Die vom Bauamt empfohlene Umgehung ist gut 1,5 Kilometer länger, wird daher von den meisten ignoriert. Statt dessen steigen sie mitsamt ihren Rädern über die Leitplanke direkt auf die stark befahrene Bundesstraße.

Am Geld hat es angeblich laut Straßenbaumt nicht gelegen, sondern daran, dass eine Brücke sechs Meter hoch sein muss über der Straße. Weil die Rampe zur Brücke hinauf für Radler oder Rollstuhlfahrer jedoch nicht zu steil sein darf, wäre ein sehr großes Bauwerk notwendig. „Wir hatten schon bei unserer jetzigen Straßenführung die größten Probleme mit dem Grundstücksbesitzer auf der Westseite der B471. Gerne hätten wir den Radweg dort deutlich breiter gemacht – aber das war nicht möglich“, erläutert Stefan Rinderer. Der Vorschlag von Merkur-Leser Lampert sei auf der Ostseite der Bundesstraße wirklich sehr gut, aber auf der Westseite benötige man doch auch relativ viel Grund. „Ich bezweifle, dass wir den ohne große juristische Verfahren bekommen würden. Daher wird es keine Brücke geben.“

Neue Bedingungen nach vierspurigem Ausbau

Im Frühjahr, so denkt Rinderer, werde der Feldweg östlich der Bundesstraße geteert, dann könnten alle Radler mit einem kleinen Umweg über den Kreisel - der ganz offiziell von Fahrradfahrern befahren werden darf – auf die andere Straßenseite gelangen. „Für Fußgänger und Reiter geht das leider nicht, die müssen noch ein Stück weiter bis zur Unterführung an der Mühlenstraße“, sagt Rinderer. Generell müsse man aber damit rechnen, dass die B471 zwischen der A99 und der A9 bis in spätestens 15 Jahren autobahnähnlich vierspurig ausgebaut werde. So steht es laut Rinderer im aktuellen Bundesverkehrswegeplan drin. „Und dann gibt es sowieso völlig neue Bedingungen.“

Bert Brosch

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