Autofahrerin hatte Glück im Unglück

BMW-Mini zwischen Sattelzügen eingekeilt

Aschheim - Richtig viel Glück hatte am Donnerstagmorgen eine 68-jährige BMW-Mini-Fahrerin. Bei einem Auffahrunfall auf der A99 zwischen Aschheim und dem Kreuz Nord wurde ihr Fahrzeug zwischen zwei Sattelzügen eingeklemmt. Dass sie dabei nur leicht verletzt wurde, grenzt an ein Wunder. 

Laut Polizei waren an dem Unfall vier Sattelzüge beteiligt. Als der Verkehr sich kurz nach der Anschlussstelle Aschheim/Ismaning staute, brachte ein 43-jähriger polnischer Kraftfahrer seinen Sattelzug auf dem rechten Fahrstreifen zum Stehen. Dahinter befand sich die Mini-Fahrerin. Auch ein Sattelzugfahrer (46) aus Maisach und ein ungarischer Kraftfahrer (41) konnten noch bremsen. Ein slowenischer Kraftfahrer (31) reagierte nicht mehr rechtzeitig und krachte mit voller Wucht in den Auflieger des ungarischen Lkw. Alle fünf Fahrzeuge wurden dabei ineinander geschoben. Dabei verkeilte sich der BMW-Mini zwischen den Stoßstangen der Lastwagen. 

Bei der Erstalarmierung der Feuerwehr hieß es, dass die Autofahrerin eingeklemmt sei. Die Feuerwehren aus Aschheim, Ismaning und Kirchheim rückten mit insgesamt 39 Einsatzkräften aus. Vor Ort konnte aber Entwarnung gegeben werden. Rettungssanitäter, die zufällig an der Unfallstelle vorbeikamen, kümmerten sich um die Erstversorgung der 68-jährigen Münchnerin. Auch ein Rettungshubschrauber wurde angefordert, der aber nach Abklärung mit dem Notarzt nicht mehr gebraucht wurde. Die 68-Jährige konnte mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden. Ein Sprecher der Feuerwehreinsatzzentrale sagte: "Die Frau hatte wahnsinniges Glück. Sie kann ihren zweiten Geburtstag feiern." 

Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 57 000 Euro. Die Feuerwehren kümmerten sich um die Absicherung der Unfallstelle und reinigten gemeinsam mit der Autobahnmeisterei Hohenbrunn die Fahrbahn. Der Verkehr wurde über den linken Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Die restliche Fahrbahn war für Aufräumarbeiten etwa 3,5 Stunden gesperrt. Es bildete sich ein Rückstau von etwa 17 Kilometern. 

mm

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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