ÖDP stellt Antrag

Neue Anschlussstelle "eine Zumutung" für Radfahrer

Aschheim - „Unzumutbare Umwege“ müssen Radfahrer seit dem Umbau der neuen Anschlussstelle Aschheim/Ismaning in Kauf nehmen, findet die Kreisgruppe der ÖDP. Deshalb hat Gruppensprecher und Kreisrat Bernd Knatz stellvertretend für seine Partei einen Antrag an Landrat Christoph Göbel (CSU) gestellt.

Darin heißt es: „Der Landkreis München, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen, setzt sich mit Nachdruck dafür ein, dass südlich des Speichersees die bislang vorhandene Querungsmöglichkeit für Radfahrende und Fußgänger ohne unzumutbare Umwege und in welcher Form auch immer wiederhergestellt wird.“ Laut Knatz sei mit der neuen Anschlussstelle nur ein an den Wünschen des Kfz-Verkehrs ausgerichtetes „Straßenmonster“ entstanden, das querende Radfahrer und Fußgänger nicht mehr dulde.

Bisher war die Situation so, dass die B 471 südlich des Speichersees überquert werden konnte. Mit dem Umbau gibt es diese Möglichkeit auf dem Weg zwischen Unterföhring nach Neufinsing nicht mehr. Und damit sei auch ein beliebter Weg entlang des Speichersees ohne Alternative unterbrochen. Inzwischen sind Umleitungsstrecken geplant: Für Radfahrer über den Kreisel, für Fußgänger durch zwei Unterführungen an der Kreisstraße M3 und an der B471. Das würde nach Informationen der ÖDP allerdings Umwege von 1,4 Kilometer für Radfahrer und von zwei Kilometern für Fußgänger ausmachen. „Das ist ungeheuerlich und inakzeptabel“, findet Bernd Knatz. „Da wird wieder einmal ganz offensichtlich, welchen Stellenwert umweltfreundliche Fortbewegungsarten genießen.“ Für den ÖDP-Kreisrat steht fest, dass eine Lösung gefunden werden muss. „Auch wenn sie mehr Geld kostet.“

pk

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