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Pionierarbeit für Mountainbiker: Neue Pumptrack-Anlage eröffnet

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Von: Nico Bauer

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Auf und ab, den asphaltierten Kurs entlang: Die neue Anlage wollten etliche gleich ausprobieren. © Nico Bauer

Bei diesem Projekt haben alle mit angepackt und so ist die neue Pumptrack-Anlage in Aschheim nach nur zwei Monaten fertig. Die Kinder und Jugendlichen drehten schon die ersten Runden.

Aschheim – Der Andrang war gewaltig. Hunderte Radfahrer, vornehmlich Jugendliche auf ihren Mountainbikes, kamen zur Eröffnung der neuen Pumptrack-Anlage in Aschheim. Sie wollten die hügelige Strecke auf der Freizeitanlage an der Keplerstraße gleich ausprobieren. Und so ging es mit dem Rad oder Citiy-Roller auf und ab, den asphaltierten Kurs entlang.

Für die Gemeinde war das Interesse die Bestätigung dafür, mit dem Bau ins Schwarze getroffen zu haben. Sie hatte sich vor wenigen Monaten als erste Kommune im Großraum München für die Errichtung einer solchen Pumptrack-Anlage entschieden. Bürgermeister Thomas Glashauser fasste sich angesichts der vielen jungen, ungeduldigen Radler bei seiner Begrüßung auch kurz. Er freue sich über ein rekordverdächtiges Projekt, bei dem die Planung und der Bau nur gut zwei Monate dauerten. Vor allem aber begeisterte ihn, dass die Jugendlichen aus Aschheim selbst kräftig mit angepackt haben. Rund 100 Tonnen Asphalt wurde mit Schubkarren auf die Anlage transportiert und dazu wurden 1500 Tonnen Schotter verbaut. „Jetzt braucht der Bauhof wahrscheinlich bald eine geländegängige Räummaschine“, witzelte Glashauser.

„Mountainbiken ist der größte Individualsport“

Die Aschheimer Anlage ist eine Runde, bei der es ständig bergauf und bergab geht. „Die Anlage ist selbst regulierend“, sagt Robin Specht, der mit seiner Firma Radquartier die Anlage konzipiert und errichtet hat. Wenn die Nutzer langsam unterwegs sind, fahren sie ungefährdet über die Hügel, während der fortgeschrittene und schnellere Fahrer dann springt und sich seine Stellen für besondere Tricks suchen kann. Specht betont, dass die Bahn deshalb für alle Nutzer geeignet ist und keine Voraussetzungen erfüllt werden müssen. Die Nutzer werden nur gebeten, immer mit Helm zu fahren. Neben der Pumptrack-Strecke gibt es eine zweite Runde. Dieser ist für die ganz jungen Nutzer geeignet und wurde zum Start auch gleich in Beschlag genommen. Hunderte Radler zeigten am Eröffnungstag, wie beliebt die Anlage im Freizeitareal an der Keplerstraße.

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Eröffnungskomitee: (v.l.) Bernhard Stilling, Lennart Scherer, Thomas Glashauser und Robin Specht.

„Aschheim hat eine Pionierrolle“, sagt Specht, der in den nächsten Jahren einen deutlichen Zuwachs bei den Anlagen erwartet. „Mountainbiken ist der größte Individualsport.“ Specht erwartet in den nächsten Monaten auch einige Gäste von auswärts auf der Anlage. Schon beim Start kamen Fahrer bis von Rosenheim angereist. Als Dankeschön für den Bau der Pumptrack-Anlage bekam Bürgermeister Glashauser ein Dankeschön der ganz besonderen Art. Lennart Scherer schenkte dem Bauherrn einen Kuchen mit der darauf abgebildeten Pumptrack-Anlage. Dafür durfte er dann in Vertretung des Bürgermeisters („Ich habe ja die Hände voll“) das Band zur Freigabe durchschneiden zusammen mit Robin Specht und Gemeinderat Bernhard Stilling, der den Antrag für die Realisierung dieser Anlage gestellt hatte.

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