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Gewerbecharme: 1800 Quadratmeter Fläche hat die Gemeinde an der Saturnstraße angemietet.

Neuer Standort in der Saturnstraße

Verwaltung zieht in Bürogebäude: Zu Besuch im Übergangs-Rathaus

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Das Aschheimer Rathaus ist vorübergehend in ein Bürogebäude in der Saturnstraße umgezogen. Wir haben beim Bürgermeister nachgefragt, wie sich die Mitarbeiter eingelebt haben.

Aschheim – Es wird derzeit viel gelacht in der Belegschaft der Gemeinde Aschheim, was eng mit den neuen Arbeitsbedingungen zusammenhängt. Die Verwaltung ist umgezogen in die Saturnstraße 48 und hat wieder mehr Platz für das Personal. Der Rathausneubau kann nun ohne den ganz großen Zeitdruck angegangen werden.

Das Bürogebäude schräg gegenüber des Rewe-Supermarkts steht seit sieben Jahren weitestgehend leer und bot der Gemeinde Aschheim genau den benötigten Platz mit ihren gut 50 Mitarbeitern. 1800 Quadratmeter Fläche hat die Gemeinde angemietet und damit minimal mehr als die 1758 Quadratmeter, die vor der Räumung des Rathausaltbaus wegen massiven Brandschutzproblemen zur Verfügung standen.

Rathaus anstatt Drogerie-Filiale

„Wir haben vom Vermieter einen niedrigen, ortsüblichen Preis bekommen“, sagt Bürgermeister Thomas Glashauser, „dafür sind wir dem Besitzer dankbar.“ Das Gebäude gehörte dem Müller-Konzern aus Ulm, der für seine Drogerie-Kette bekannt ist. Gut für die Aschheimer ist vor allem die variable Nutzungsdauer. Der Vertrag läuft über maximal vier Jahre mit der Option, bei einem schnelleren Rathausneubau auch früher ausziehen zu können.

Von den Mitarbeitern der Verwaltung bekam der Bürgermeister jede Menge positive Resonanz. „Das Gebäude hat außen wie innen Qualität“, sagt Glashauser. Zudem ist er glücklich mit dem Standort, der nur wenige Hundert Meter vom alten Rathaus entfernt ist. Bürger müssen also nicht in ein entferntes Gewerbegebiete fahren, um etwas bei der kommunalen Behörde zu erledigen.

(Noch) Spartanisch eingerichtet ist das neue „Amtszimmer“ von Bürgermeister Thomas Glashauser.

Beim Umzug wurden 400 Kubikmeter Umzugsgut bewegt und 1760 Umzugskartons transportiert. Während die Mitarbeiter gepackt haben, wurden in dem Bürogebäude die bisherigen Großraumbüros durch neue Wände verkleinert. So bleibt etwa im Einwohnermeldeamt der Datenschutz für die Bürger gewährleistet. Der Gemeinderat und das Trauzimmer bleiben als letzte Reste bis zum Jahresende noch im nun ausgestorbenen Rathaus.

großere Herausforderungen für den Bauhof

Diese beiden Einrichtungen werden dann umziehen in das Kulturelle Gebäude. Der Bürgermeister erklärte, dass Trauungen im kleinen Sitzungssaal des Kulti stattfinden und die Sitzungen des Gemeinderates in den großen Saal gelegt werden. Das wiederum bringt einige Umplanungen für andere Veranstaltungen wie das Kulturprogramm mit sich. „Da kommen vor allem große Herausforderungen auf unseren Bauhof zu“, sagt Thomas Glashauser. Kulturveranstaltungen könnten beispielsweise in den Feststadl ausweichen.

Neues Rathaus: Im März fiel die Entscheidung 

Die große Frage der Übergangszeit ist die des Rathausneubaues. „Wir können da kein Einzugsziel formulieren“, sagt der Bürgermeister. Im Gemeinderat wurde bislang lediglich der Abbruch des Altbauteils sowie des benachbarten Sauter-Hauses beschlossen. 2020 läuft das Planungsverfahren. Gebaut wird nicht vor dem Jahr 2021.

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