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Das deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber bekam Josef Gmeinwieser, der frühere Kommandant der Unterhachinger Feuerwehr.

Kreisfeuerwehrtag

So viele Einsätze wie nie zuvor

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Aschheim - Es war das einsatzreichste Jahr in der Geschichte der Feuerwehren im Landkreis München. Beim Kreisfeuerwehrtag im Aschheimer Feststadl konnte Kreisbrandrat Josef Vielhuber von einer massiven Steigerung der Einsätze berichten, die nicht nur durch den Sturm Niklas begründet sind.

2015 haben die Feuerwehren aus dem Landkreis erstmals die Grenze der 10 000 Einsätze geknackt. 12 177 Mal mussten die freiwilligen Helfer zu den diversen Ernstfällen ausrücken. 2014 wurden 9193 Einsätze verzeichnet.

Mit 1689 Einsätzen gilt das schwere Sturmtief Niklas als Sonderausnahme, aber auch ohne dieses Naturereignis mit vielen gesperrten Straßen sind es mehr 10 000 Einsätze geworden. Deutliche Steigerungen gab es durch den Sturm bei der technischen Hilfe (2015: 6522, 2014: 4138) und den First Respondern (2015: 3337, 2014: 2844). Die Einsätze im vergangenen Jahr bei Bränden (597), Sicherheitswachen (443) und Fehlalarmen (1278) lagen in etwa auf dem Niveau der vergangenen Jahre.

Auf der einen Seite sind die Anforderungen gestiegen, aber die Zahl der ehrenamtlichen Helfer hatten nur einen geringen Zuwachs. Zum 31. Dezember 2015 wurden im Landkreis München 3934 Feuerwehrdienstleistende gezählt, was gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs um 49 Personen entspricht. 

Angesichts der steigenden Anforderungen appellierte Kreisbrandrat Josef Vielhuber an die Wehren, die Jugendarbeit weiter voranzutreiben und über Jugendfeuerwehren Nachwuchs aufzubauen. Im vergangenen Jahr gab es neben dem Sturm Niklas noch zwei Besonderheiten. So dankte Landrat Christoph Göbel den Helfern, die in den Hochphasen der Flüchtlingsströme nach München große Hilfe leisteten, etwa beim Aufbau der ersten großen Notunterkunft in Keferloh. Aber auch während des G7-Gipfels in Elmau bei Garmisch-Partenkirchen waren die Feuerwehren des Landkreises in erhöhter Alarmbereitschaft.

Der mit seinen Feuerwehren sehr zufriedene Kreisbrandrat Vielhuber stellte erfreut fest, dass es 2015 so viele Kommandantenwechsel wie schon länger nicht mehr gegeben hat. Er wertet das als positives Zeichen, dass sich junge Leute weiter gerne engagieren bei den Feuerwehren in diesen arbeitsaufwändigen und mit viel Verantwortung verbundenen Positionen. 

Auf dem Kreisfeuerwehrtag wurden zahlreiche Ehrenamtliche aus dem Landkreis geehrt, für 40 Jahre aktiven Dienst sowie für 25 Jahre. Josef Gmeinwieser (Foto) stand im Mittelpunkt der Ehrungen. Der langjährige Kommandant der Feuerwehr Unterhaching wurde für sein großes Engagement ausgezeichnet. Kreisbrandrat Josef Vielhuber würdigte die 17 Jahre, die Gmeinwieser im Amt war, als außergewöhnliche Leistung. „Er hat ein innovatives Konzept für die Feuerwehr Unterhaching eingeführt“, sagte Vielhuber. Unter der Regie des ehemaligen Kommandanten wurden auch neue Aufgabenbereiche wie die First Responder aufgebaut. Für seine Zeit an der Spitze der Unterhachinger Wehr bekam Gmeinwieser das deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber verliehen. 

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