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Nächtliches Rendezvous im Schuppen: Der Schweinebauer Karl (Hubert Weiß) und die Zeislingerin (Tanja Sassmann).

Bauerntheater Aschheim spielt "Schupfahufpa"

13 Vorstellungen, und alle sind ausverkauft

Aschheim - Wenn sich der erste Vorhang öffnet, dann sind die Karten schon verkauft. So ist es inzwischen üblich beim Aschheimer Bauerntheater. Bis zum 5. November geben die Laienschauspieler 13 Vorstellungen, die allesamt ausverkauft sind, bevor es losgeht mit dem aktuellen Stück „Schupfahupfa“.

Wegen des großen Interesses spielen die Theaterfreunde diesmal sogar ein Wochenende länger im Saal der Sportgaststätte Tassilo. Eine gute Tradition ist es auch, dass die Premiere eine exklusive Veranstaltung ist für den FC Aschheim und seine Gönner. Denn einst wurden die heute eigenständigen Theaterspieler als Abteilung des Sportvereins groß. 

„Diesmal haben auch die Interessenten Karten bekommen, die in den vergangenen Jahren leer ausgegangen sind“, sagt Robert Ertl, der zweite Vorsitzende des Bauerntheaters. Die Nachfrage scheint die 300 Plätze des Zusatzwochenendes aber immer noch zu übersteigen. Zusatztermine wird es definitiv nicht geben. 

Nächtliche Verwechslungen

Mit „Schupfahupfa“, dem Schwank in drei Akten von Ralph Wallner, haben die Theaterspieler heuer wieder voll den Geschmack ihrer treuen Fangemeinde getroffen. Teilweise trommelten die Leute vor Lachen auf den Tischen bei den nächtlichen Verwechslungen im alten bayerischen Schuppen. „Schupfahupfa“, das war ein Spiel aus Kindertagen, das Jungbauer Xandi (Stefan Bichler) mit seinem besten Freund Steff (Maxi Weiß) im Schuppen spielte. Der Steff, ein berüchtigter Juwelendieb, hat einen besonderen Auftrag zu erfüllen. Um die beiden Freunde gesellen sich passend zu dem unaufgeräumten Schuppen noch einige andere Leute in chaotischer Mixtur. 

So beginnt der ständig ungewaschene, am Geruch erkennbare Sau-Karl (Hubert Weiß) eine Liebschaft mit der Zeislingerin (Tanja Sassmann). Die wiederum ist die Tante von Babett (Clarissa Haller), die durch eine Erbschaft für die Herren zu einer guten Partie geworden ist, aber in Liebesdingen gänzlich unerfahren und untalentiert ist. Babetts beste Freundin und Xandis Schwester Traudl (Viktoria Schneider), die Kaspar-Bäurin (Martina Böltl) und der kleinkriminelle Schattler (Gerhard Widhopf) komplettieren den Tumult. 

Dabei geht es um gestohlenen Schmuck, Liebe und Notlügen. Bis zum überraschenden Ende des Beziehungsdurcheinanders unterhalten Situationskomik und teilweise derbe bayerische Sprüche das Publikum. Die legendäre Aschheimer Regisseurin Anni Linner und ihre Mannschaft haben ganze Arbeit geleistet. Die Besucher der nächsten Vorstellungen dürfen sich auf königliche Unterhaltung freuen.

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