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Hoch das Bein und Haltung zeigen: Die richtigen Bewegugen der Schäffler müssen sitzen, bevor im Januar die ersten Auftritte starten. Helmut Bauer (rechts) zeigt, wie es geht.

Traditioneller Tanz

Aschheims Schäffler trainieren für die kommende Saison: Wenn Männer unter sich tanzen

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Üben ist angesagt für Aschheims Schäffler: Damit im Januar alle Schritte sitzen, schwingen sie schon jetzt das Tanzbein. Wir haben reingeschaut.

Aschheim – Wenn Männer tanzen lernen, hat das meist einen besonderer Grund, der in Feierlichkeiten oder Traditionen zu suchen ist. So auch in Aschheim: Dort haben gut 35 junge Männer begonnen, sich auf die Schäfflersaison vorzubereiten. Alle sieben Jahre wird diese Tradition gepflegt und dieser Tage startet die Arbeit vor dem Vergnügen, das mit dem ersten Auftritt am 6. Januar beginnt.

Robert Bauer (57) ist heuer schon zum dritten Mal der Tanzlehrer und er ist einer der Aschheimer, die den Schäfflern lebenslänglich verbunden sind. 1984 war er Mitglied der tanzenden Gruppe, 1998 und 2005 der Vorsitzende des alle sieben Jahr aktiven Vereins und seit 2012 ist er Nachfolger des legendären Josef Schreiber, der zuvor 28 Jahre Generationen von Schäfflern unterrichtete.

„Der Schäfflervirus hat mich erwischt“, sagt Bauer. Den neuen Jahrgang zu schulen ist für ihn eine besondere Aufgabe „und vor allem ein Riesenspaß“. „Am 5. Januar abends ist meine Aufgabe abgeschlossen“, sagt Robert Bauer mit Blick auf den Tanzkurs mit zwei Abenden pro Woche. Zweifel hat er keine, auch wenn manche bei den ersten Tanzschritten eher hölzern wirkten: „Das haben wir schon immer hinbekommen und nach wenigen Minuten können alle die ersten Schritte tanzen.“

Im Laufe der nächsten Wochen erst wird die Gruppe aufgeteilt in die verschiedenen Mitglieder wie Tänzer, Reifenschwinger, Fasslträger oder Wirt. Die Kasperl haben den Bonus, als einzige in sieben Jahren mit anderer Aufgabe wieder dabei sein zu dürfen. Auch der Vorsitzende der Schäffler, Günter Sassmann, ist voller Vorfreude und Selbstvertrauen: „Jeder aktuelle Jahrgang unserer Schäffler ist immer auch der beste Jahrgang.“

Am ersten Tanzabend der künftigen Schäffler zeigten sich aber schon einige Herren, die auch für die zentralen Rollen in der Gruppe in Frage kommen. „Gerade die Vortänzer müssen Hundertprozentige sein“, sagt Robert Bauer. Für diese wichtige Funktion der Taktgeber an der Spitze hat er schon das eine oder andere Talent gesehen. Bis zur konkreten Aufteilung der Rollen in der Gruppe wird er sich aber dennoch etwas Zeit lassen.

Am 6. Januar bekommt Robert Bauer den Lohn seiner Arbeit, traditionell wird beim ersten Auftritt für drei Persönlichkeiten getanzt. Erst wird für den Pfarrer getanzt, dann für den Bürgermeister und final für den Tanzlehrer. „Diese Aufgabe ist mir eine große Ehre“, sagt Robert Bauer. Er wird auch nach dem wochenlangen Training mit seinen Schützlingen wohl bei den meisten Tänzen als Zuschauer im Publikum stehen. Schäffler ist man eben nicht temporär, sondern lebenslänglich.

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