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Der Mann für heitere Stunden ist der Olchinger Theaterspieler Helmut Englmann, wenn er zum „Dezemberln“ einlädt.

Auch der Dezember hat seinen Alltag

Fester Termin im Aschheimer Kulturkalender ist das „Dezemberln“ mit Helmut Englmann. Wobei mit diesem  Namen hier ausnahmsweise mal nicht der  Altbürgermeister des Ortes gemeint ist. 

Von Nico Bauer

Aschheim – Auch im Dezember, in der Zeit vor und an Weihnachten, hört der Alltag eben doch nicht auf. Die staade Zeit hat ganz ähnliche Tücken, wie jede andere Zeit im Jahr auch: Der Partner nervt mit seinen Niggeligkeiten, die leere Zahnpastatube wird zum echten Problem und das Geld ist sowieso ein riesiges Thema. Von diesen ganz alltäglichen Alltäglichkeiten in der Vorweihnachtszeit erzählt das „Dezemberln“, das Helmut Englmann ins Leben gerufen hat.

Der Name Helmut Englmann steht für Qualität. Doch bei den großen Unterhaltungsabenden der Volkshochschule geht es nicht um den gleichnamigen Altbürgermeister der Gemeinde Aschheim, der beim „Dezemberln“ im Saal der Sportgaststätte Tassilo in der ersten Reihe saß.

Gemeint ist der bekannte Olchinger Theaterspieler Helmut Englmann. Er bescherte rund 250 Gästen aus ganz Südbayern einen besonderen, heiteren Abend. Das Programm der bayerischen Volksbühne unter dem Dach der Volkshochschule bietet diesen Abend mit den Geschichten der frei erfundenen Familie Alois und Wally Gsottberger jedes Jahr – und jedes Mal ist die Veranstaltung ein Vergnügen für sich. Englmann schreibt Geschichten und Gedichte über die erfundene Familie und deren Erlebnisse. Diese trägt er selbst vor oder die Episoden werden in kleinen Sketchen gespielt.

In den ersten Jahren des „Dezemberln“ hatten Helmut Englmann und Helene Pusl das Ehepaar Alois Wally Gsottberger gespielt. Mittlerweile ist Christian Jeblick als Sohn Bene Gsottberger dazugekommen, und Martina Rosilius als dessen Freundin Chantal Brezenbichler. Die Sketche sind überspitzte Alltagsszenen von der ins Chaos führenden, missverständlichen Unterhaltung über die Entsorgung der noch nicht ganz leeren Zahnpastatube bis hin zu den Tücken einer Kaffeemaschine. Auch die Einzelvorträge Englmanns haben ganz alltägliche Themen als Mittelpunkt: Etwa das Gedicht über die Altersvergesslichkeit: „Du bist mit dem Zug auf Reisen und denkst dann, Mensch, das Bügeleisen.“ Oder die Erzählungen über das Geld: „Da hast du entweder zu viel oder zu wenig. Aber passen tut es irgendwie nie.“

Der bayerische Gentleman Helmut Englmann ist ein Bühnenkünstler, dem man einfach gerne zuhört. Und das Publikum lacht immer wieder schallend. Das „Dezemberln“, das das Duo „Edelraute“ aus St. Johann in Tirol musikalisch begleitet hat, hat längst seinen treuen Fankreis und ist Garant für einen bis auf den letzten Platz besetzten Saal.

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