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Konzentriert im großen Rund: Gut 150 Besucher füllen die Reihen in der modernen Segenskirche. 

Zaiberhaft

Bayrischer Advent in der Segenskirche Aschheim

Aschheim – Mit der neuen Kirche hat alles angefangen. Am dritten Advent 1996 ist das evangelische Gotteshaus in Aschheim geweiht worden, und seither lädt die Kirchengemeinde jedes Jahr zum Bayrischen Advent ein.

Die Segenskirche ist wie gemacht für diesen wunderbaren Konzertabend, bei dem die Musiker in der Mitte an einem großen Tisch sitzen und das Publikum um die Akteure herum.

Auch diesmal war die Segenskirche mit rund 150 Gästen sehr gut besucht. Tradition ist nicht nur der Termin, sondern auch die seit zwei Jahrzehnten fast unveränderte Besetzung des Konzertes mit heimischen Gruppen. Mitwirkende heuer waren der Aschheimer Dreig’sang, die Aschheimer Streichdudler mit Roland Rotter, Christine Rotter-Priebe an der Harfe und die Kiramer Hausmusi mit Klaus Lechner. Als Stimme von oben spielte die Bläsergruppe der Blasmusik Aschheim mit Leiter Bernd Niermeier auf der Empore der Kirche, deren wunderbare Akkustik diesen Bayrischen Advent zum Erlebnis machte.

Haslinger gibt dem Abend Tiefe

Die lokalen Musiker boten auch eine beeindruckende Bandbreite: vom für Volksmusik so klassischen Hackbrett über die Harfe und mächtige Trompeten bis hin zu den in einer Kirche besonders eindringlich wirkenden Klängen aus dem Dudelsack. Konzertleiter Jörg-Dietrich Haslinger gab dem Abend mit der Lesung von Geschichten und Gedichten besondere Tiefe. Dabei bediente er sich nicht, wie bei vielen anderen Konzerten üblich, an vorweihnachtlichen Kurzgeschichten aus diversen Büchersammlungen, sondern ließ auch einmal das Geschehen direkt in der Aschheimer Segenskirche spielen: Er lässt in einem Text einen jungen Mann mit seinen Träumen von einem peppigen Christmas Rap auftreten, der dann i eben beim Bayrischen Advent in Aschheim die Gefühle der vorweihnachtlichen Zeit für sich entdeckt. Zu der Geschichte passte auch das Letmotiv des Abends „Staade Zeit? – Staade Zeit!“.

Pfarrer Bader spricht von einer besonderen Zeit

Der evangelische Pfarrer Torsten Bader berichtete den Gästen, noch stimmlich angeschlagen, dass er zwei Wochen lang alle Termine wegen Krankheit hatte absagen müssen. „Diese Zeit hat mir gezeigt, wie sehr mir diese Sachen fehlen.“ Deshalb seien die ereignisreichen Wochen vor der Weihnachtsruhe trotz der Flut an Veranstaltungen eine besondere Zeit für die Menschen. Deshalb wünschte er nicht nur den Besuchern des Musikabends in der Segenskirche in den Adventswochen „eine staad-lustige und staad-schöne Zeit“.

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