Ins Goldene Buch der Gemeinde hat sich Reiner Ströl im Januar 2019 im Beisein der damaligen Bürgermeister (v.l.) Thomas Glashauser, Georg Hornburger und Maria Knoller eingetragen. Es war einer seiner letzten öffentlichen Auftritte. nb/a.
+
Ins Goldene Buch der Gemeinde hat sich Reiner Ströl im Januar 2019 im Beisein der damaligen Bürgermeister (v.l.) Thomas Glashauser, Georg Hornburger und Maria Knoller eingetragen. Es war einer seiner letzten öffentlichen Auftritte. (Archivfoto)

Rekordgemeinderat gestorben

Der Mitgestalter Aschheims: Trauer um Reiner Ströl († 77)

  • vonNico Bauer
    schließen

48 Jahre lang saß Reiner Ströl im Aschheimer Gemeinderat. Wie wohl kein Zweiter gestaltete er die Entwicklung der Gemeinde mit. Nun ist er gestorben.

Aschheim – Reiner Ströl ist der Rekordgemeinderat von Aschheim und wird das zumindest sehr lange, wahrscheinlich für immer bleiben. 48 Jahre saß er im Gemeinderat und deshalb trauern nach seinem Tod viele Menschen um den Kommunalpolitiker, der sich wie kein Zweiter für die Entwicklung Aschheims einsetzte.

Reiner Ströl war immer einer der besonders wertvollen Finanzexperten der Gemeinde und für Bürgermeister Thomas Glashauser ein unverzichtbarer Ratgeber in dessen erster Amtszeit. Ströl kam 1972 in den Gemeinderat und war damit schon drei Jahre vor der Geburt des heutigen Rathauschefs kommunalpolitisch aktiv. Mit der Kommunalwahl 2020 schied er aus dem Gremium aus. Den großen Abschied gab es schon nicht mehr, weil Ströl bereits damals schwer erkrankt war. Die Hoffnung von Glashauser, den Abschied nach der Pandemie bei einem Fest in der Gemeinde persönlich nachholen zu können, erfüllte sich nicht. Im Alter von 77 Jahren ist Reiner Ströl nun verstorben.

Ehrenring für Arbeit im Gemeinderat

Bürgermeister Glashauser betont, dass Reiner Ströl großen Anteil habe an der positiven Entwicklung der Gemeinde Aschheim in den letzten fünf Jahrzehnten. So blieb es bei dem letzten großen Auftritt im Rahmen des gemeindlichen Neujahrsempfangs 2019. Hier würdigte die Gemeinde Ströl mit dem Ehrenring für damals 46 Jahre Gemeinderatszugehörigkeit – die höchste Ehrung, die es in der Kommune gibt. Dazu trug sich Ströl ins Goldene Buch der Gemeinde ein.

Der CSU-Kommunalpolitiker war höchst beliebt, weil er stets sachlich diskutierte und nie persönlich oder polemisch wurde. Wenn der Alterspräsident des Gemeinderates etwas sagte, hatten seine Worte großes Gewicht.

Ehemals Schützenkönig

Mit Reiner Ströl verlieren auch viele Vereine im Ort ein Mitglied, das man gerne in seinen Reihen hatte. So etwas wie sein Lieblingsverein waren die Tassilo Schützen in Aschheim, bei denen Ströl sportlich aktiv war und sich im Verein engagiert hat. Er war auch Schützenkönig und später trug auch Sohn Jürgen die ehrenvolle Königskette.

Reiner Ströl und seine Frau Christa haben mit Jürgen einen Sohn. Die Familie wuchs dann weiter mit drei Enkelkindern und einem Urenkel. Derzeit ist der zweite Urenkel unterwegs und auf den weiteren Nachwuchs hatte sich Ströl sehr gefreut. Doch dann besiegte ihn die schwere Krankheit und das Schicksal vergönnte es ihm nicht, den zweiten Urenkel im Arm halten zu dürfen.

Weitere Nachrichten aus Aschheim und dem Landkreis München finden Sie hier.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare