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Im Expo Gate Dornach sitzen viele große Firmen, dort steht aber auch viel leer. 

Baupläne im Gewerbegebiet

Expo Gate Dornach wächst

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Auf der einen Seite viel Leerstand, auf der anderen Seite großes Interesse an Freiflächen für Neubauten: Das Gewerbegebiet Expo Gate in Dornach ist in Bewegung. Ein Global Player ist am Mittwoch dort eingezogen.

Dornach – Rund 30 Prozent Leerstand trotz prominenter Mieter wie Hewlett-Packard, Ulla Popken oder Richter+Frenzel: Das Dornacher Gewerbegebiet dümpelte in den vergangenen Jahren vor sich hin. Doch nun bewegt sich etwas. Gestern konnte die Gemeinde Aschheim die Schlemmer Group in Dornach begrüßen, die mit zunächst 180 Mitarbeitern ihren Hauptsitz von Poing nach Dornach verlegt und dort noch erweitern will. Sie feierte mit dem Gewinner der Bike-Rallye Dakar, Sam Sunderland, große Eröffnung. 

Hinter den Kulissen bewegt sich noch weit mehr. Das zeigen mehrere Anträge, die der Bauausschuss diskutiert hat. Die Münchner Grund Immobilien Bauträger GmbH will an der Dywidagstraße ein Bürogebäude mit Parkhaus bauen und beantragte dafür eine Verlängerung der Baugenehmigung. Das Einverständnis gab es einstimmig.

„In den nächsten Jahren werden wir in dem Gebiet sicher andere Probleme haben als die Verlängerung von Baugenehmigungen“, sagte Bürgermeister Thomas Glashauser (CSU). Ihm ist deutlich anzusehen, dass er nicht so reden darf, wie er gerne möchte. „Ich könnte schon jetzt drei bis fünf Firmennamen nennen, aber das darf ich öffentlich noch nicht.“ Probleme bereitet nur der Leerstand in bestehenden Gebäuden. Die Nachfrage nach Freiflächen für Neubauten boomt. Der Rathauschef geht davon aus, dass sich die Gewerbeflächen in direkter Nachbarschaft des Messegeländes Riem bald füllen werden und weitere Bauanträge im Rathaus eintreffen.

Dann könnte sich die Diskussion schnell verändern von der Verlängerung alter Baugenehmigungen hin zu Debatten über unweigerlich wachsenden Verkehr. Der Verkehr spielt in Dornach schon jetzt eine große Rolle. Es gab auch eine formlose Bauvoranfrage für einen Parkplatz mit 75 Stellplätzen oder für ein zweistöckiges Parkhaus mit 130 Plätzen gegenüber des S-Bahnhofs Riem. Dieser Bereich soll einen bestehenden, provisorischen Parkplatz ersetzen. Für diese Fläche erwartet Glashauser bald auch einen Bauantrag. Der Ausschuss zeigte sich grundsätzlich offen für Parkplatz oder -haus. Der Bürgermeister bedauerte aber, dass mit künftigen Parkflächen ein sehr attraktiv begrünter Bereich gegenüber des Bahnhofes wegfalle. Deshalb plädierte der gelernte Landschaftsbauer für einen ebenerdigen Parkplatz: „Da spricht einfach mein Gartenbauherz.“

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