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Sehe ich noch ein Gebot? Auktionator Josef Mittermeier in Aktion.

Beim Jubiläum 60 Jahre FCA

Im Festzelt Aschheim: Flughafen lässt Fundgepäck versteigern

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Aschheim – Mit einem ungewöhnlichen Programmpunkt hat der FC Aschheim seine 60-Jahr-Feier fortgesetzt: Am Samstag hat der Flughafen München im Festzelt Fundkoffer versteigern lassen. Einige Einheimische staunten über die Faszination einer solchen Veranstaltung, während die Kenner auf Schnäppchenjagd gingen.

Philipp Schubert (38) freute sich über ein Fast-Heimspiel. Er besucht regelmäßig in der Region diese Veranstaltungen, bei denen der Flughafen liegengebliebene und nicht mehr abgeholte Fundsachen versteigert. Er ersteigerte für 130 Euro ein Überraschungspaket. Der besondere Kick dabei ist eben, dass der Bieter nicht weiß, was im Gepäckstück ist. „Aber irgendwas Gutes wie beispielsweise ein Handy ist eigentlich immer drin“, sagt Schubert. 

Besonderer Kick: Was ist im Überraschungspaket?

Bei den Versteigerungen kann sich der Käufer sicher sein, dass die erworbenen Gegenstände funktionieren und gut erhalten sind. In Aschheim gefiel es ihm besonders gut, „weil heute die Preise im Vergleich zu anderen Versteigerungen des Flughafens recht günstig sind.“

Bordgepäckkoffer voller Bücher für 55 Euro

Alexander Demos (41) aus München entschied sich bei seinem Kauf für eine halbe Überraschung. Er kaufte für 55 Euro eine für das Handgepäck zugelassene Koffertasche voller Bücher. „Die Tasche alleine ist schon den Preis wert“, sagt der Käufer. Und wenn die Bücher nicht nach seinem Geschmack sind, „dann habe ich zum Verschenken einen großen Freundeskreis“.

Völliges Neuland war die Versteigerung für Ingrid Hiller (43) aus Schweitenkirchen. „Ich wollte so etwas schon immer einmal live sehen“, sagt sie. Auch Ingrid Hiller kaufte zum Preis von 150 Euro eines der versteigerten Überraschungspakete. „Das macht einfach Spaß“, sagte sie mit gespannten Blick auf den Karton, den sie erst zu Hause öffnen wollte.

Wortgewaltiger Auktionator

Auktionator Josef Mittermeier aus Dorfen ist ein wortgewaltiges Original, der schon viele Versteigerungen geleitet hat. Kaum einer spricht so schnell wie er. Gibt es den Zuschlag, entschuldigt er sich manchmal, ein Handzeichen im Zelt übersehen zu haben: „Können Sie mir noch einmal verzeihen?“ Er scherzt über Überraschungskoffer („Schwarz und geruchsneutral“) und musste bei einer am Flughafen verlorenen Motorsäge („Das kann doch jeder von uns brauchen“) selbst grinsen. Den Auktionator macht so schnell nichts sprachlos und es kommen immer wieder die besonderen Angebote wie „das Überraschungspaket, auf das ich noch ein Poster von Justin Bieber drauf lege“. 

Dreierpack aus Navi, Handy und Kamera

Aschheims Dritter Bürgermeister Georg Hornburger aus dem Ortsteil Dornach war einer der Einheimischen, die diese Versteigerung der Fundsachen fasziniert verfolgten. Ihn packte es dann auch mit einem Dreierset aus Navigationssystem, Handy und Fotokamera. „Die Kamera wollte ich haben“, sagte der stolze Käufer voller Spannung, wie groß das Schnäppchen ist. Er fand es Klasse, dass so eine Versteigerung auch einmal in Aschheim war

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