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Am letzten Maisonntag strömten Menschenmassen zum Parkplatz vor den Aschheimer Möbelhäuser, auch die Läden durften öffnen. Das wird die Gemeinde künftig nicht mehr genehmigen.

Gemeinderat zieht Genehmigung zurück

Gewerkschaft verhindert Sonntagsöffnung

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Aschheim - Der Gemeinderat zieht jetzt die Sonntagsöffnung zurück: Verdi klagte dagegen, dass die beiden Aschheimer Möbelhäuser öffnen durften, als am letzten Maisonntag Tausende zum Auto-Treffen nach Aschheim strömten.

Am 29. Mai erfolgte die erste Sonntagsöffnung der Aschheimer Möbelhäuser anlässlich eines amerikanischen Autotreffens mit mehr als 10.000 Besuchern. Das Nachspiel zur großen Party war eine drohende Klage der Gewerkschaft Verdi, der die Gemeinde nun mit der nachträglichen Rücknahme der Sonntagsöffnung entgeht. 

Die Gewerkschaft Verdi hatte bereits eine Klage gegen die Sonntagsöffnung beim Münchner Stadtgründungsfest eingereicht und vor dem bayerischen Verwaltungsgerichtshof gewonnen. Mit der weiteren Klage gegen die Gemeinde Aschheim wollte Verdi regelmäßigen Sonntagsöffnungen auch in Aschheim gerichtlich einen Riegel vorschieben. 

Die Anwaltskanzlei der Gemeinde kam zu der Einschätzung, dass in dem Verfahren die Aschheimer Erfolgsaussichten nach dem München-Urteil vor der gleichen Kammer des Verwaltungsgerichtshofes nahe Null sein würden. Deshalb schlug die Verwaltung dem Gemeinderat vor, die Rechtsverordnung für den Sonntag, 29. Mai, rückwirkend wieder aufzuheben. Diesen Beschluss fasste das Gremium einstimmig und entgeht so einem gerichtlichen Urteil zur ersten Sonntagsöffnung im Gewerbegebiet Süd-Ost. 

Genugtuung für die SPD

„Für uns ist das eine Genugtuung“, sagt Ingrid-Lenz-Aktas (SPD). Ihre Fraktion hatte sich gegen die Sonntagsöffnung ausgesprochen. Für die CSU kritisierte Dritter Bürgermeister Georg Hornburger, dass ein großes Möbelhaus in Parsdorf (Landkreis Ebersberg) viermal im Jahr sonntags offen habe: „Kommunen und Landkreise gar nicht so weit weg von uns machen aber weiter“, sagte Hornburger. 

Bürgermeister Thomas Glashauser (CSU) erklärte, dass die Aschheimer auf den direkten Konkurrenten der Aschheimer Möbelhäuser ansprechen und verweisen dürfen. „Aber wir können da nichts anstoßen. Da muss die Gewerkschaft Verdi fairerweise nun auch gegen die anderen vorgehen“, sagte Glashauser. Das dürfte nicht unrealistisch sein, da Verdi auch schon gegen Sonntagsöffnungen eines Möbelhauses in Eching (Landkreis Freising) klagte. Nach der Rücknahme der Sonntagsöffnung könnte die Gemeinde Aschheim nun rein theoretisch gegen die Möbelhäuser ein Ordnungsgeld erheben. Bürgermeister Glashauser machte aber deutlich, dass dies nicht passieren werde.

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