Die Anfänge: Unterricht in der Eremitenschule bei Feldkirchen, in der Nähe der Kapelle des Heiligen Emmeram.
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Die Anfänge: Unterricht in der Eremitenschule bei Feldkirchen, in der Nähe der Kapelle des Heiligen Emmeram.
Vor 350 Zuschauern zeigt Peter Stilling (l.) seinen Film. Weitere Aufführungen folge
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Vor 350 Zuschauern zeigt Peter Stilling (l.) sein en Film. Weitere Aufführungen folgen.
Kasperl und Schäffler: Fasching im Schuljahr 1930/31 in der Aschheimer Schule.
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Kasperl und Schäffler: Fasching im Schuljahr 1930/31 in der Aschheimer Schule.

Ortschronist Peter Stilling

Heimatfilm über 300 Jahre Schulgeschichte

Der Ansturm war zu erwarten. Zum neuesten Film des Aschheimer Ortshistorikers Peter Stilling (71) war keiner der knapp 350 Plätze im Kulturellen Gebäude mehr frei.

Aschheim „Wenn mir das einer vor zwei Jahren gesagt hätte, dann hätte ich energisch widersprochen“, sagt Aschheims Ortshistoriker Peter Stilling über die Idee, einen Film über die Aschheimer Schule und ihre Geschichte zu drehen. Als er ein altes Zensurbuch aus dem Jahr 1833 in die Hände bekam, hat es gefunkt. Stilling sammelte bei alten Aschheimer Familien reihenweise Bilderschätze. In den letzten drei Wochen vor der Filmveröffentlichung bekam Stilling dann noch einmal so viel Material, dass der Film kurzfristig von 60 auf 80 Minuten verlängert wurde.

Die Historie der Aschheimer Schulen begann im Nachbarort Feldkirchen. Stilling zeigte ein Bild, wie einst die Kinder aus der Umgebung nahe der Kapelle St. Emmeram in einer rund 100 Jahre später wieder abgerissenen Eremitenschule unterrichtet wurden. Aschheim bekam 1909 seine erste Schule an der Ismaninger Straße 6. Dort wurde 1974 das neue Rathaus errichtet.

Peter Stilling ist selbst in die alte Schule gegangen

Peter Stilling selbst ist auch ein Zeitzeuge, wie er vor der Filmvorführung lächelnd berichtete: „1951 wurde ich eingeschult in Ramersdorf in einer Schule, in der es an nichts fehlte. Wir hatten einen Hausmeister, Zentralheizung und einen Theatersaal. 1952 kam ich nach Aschheim, wo eine verrostete Dachrinne als Pissoir diente. Das stand den Toiletten des Oktoberfestes in nichts nach.“ Peter Stilling wäre als Kind am liebsten zurückgezogen nach Ramersdorf.

Schläge mit dem Haselstecken

Der Ortshistoriker erinnerte sich als Zeitzeuge der damaligen Schulsituation auch noch daran, als es im Unterricht Stockschläge setzte „mit dem von mir selbst geschnitzten Haselnussstecken“. Der Schulfilm begeisterte die Menschen bei seiner Erstaufführung, der wegen des großen Interesses noch eine zweite im Kulturellen Gebäude folgen wird. Stilling ist auch offen für Sonderveranstaltungen, bei dem Gruppen oder Aschheimer Schulklasen der Film gezeigt wird. Dann können sie sehen, wie gut es ihnen heutzutage geht.

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