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Buchliebhaberinnen sind (v.l.) Büchereimitarbeiterin Sabine Adolph, die scheidende Leiterin Barbara Herberg, Nachfolgerin Carmen Kappeler-König und Mitarbeiterin Maria Knoller.

Barbara Herberg geht in Ruhestand

Herzenssache Buch: Wechsel der Aschheimer Bücherei-Leitung

Aschheim - Seit 1999 hatte sie sich Barbara Herberg für die Gemeindebücherei Aschheim engagiert, 2010 deren Leitung übernommen. Jetzt geht sie in den Ruhestand. Carmen Kappeler-König übernimmt.

Bei der Abschiedsfeier gemeinsam mit dem gesamten Team sowie der Zweiten Bürgermeisterin Maria Knoller und Sabine Adolph vom Büchereiverband Sankt Michaelsbund zog Barbara Herberg Bilanz. „Mir war es wichtig, viele Veranstaltungen anzubieten und eine gewisse Außenwirkung auf die Gemeinde zu haben“, sagte sie. Dazu organisierte sie oft „literarisch-kulinarische Lesungen“, in denen Texte aus einem bestimmten Land gelesen und das passende Essen sowie entsprechende Musik angeboten wurden.

Am besten hat ihr bei der Arbeit in der Bücherei der Kontakt mit den Menschen gefallen. Die Welt der PC scheint nicht die ihre zu sein: „Wir haben in unserer Bücherei keine Computer zur Selbstverbuchung.“ 28 Ehrenamtliche machen den Verzicht auf die Maschine möglich. Obwohl ihr die Aufgabe in der Bücherei immer sehr viel Freude bereitet hat, zieht sie sich jetzt zurück. Ausschließen will sie aber nicht, später eventuell ehrenamtlich wieder einzusteigen.

Für ihre Nachfolgerin Carmen Kappeler-König hat Herberg schon im Voraus viele gute Worte: „Sie kann gut mit Menschen umgehen und das wird ihr helfen, das Team zusammenzuhalten und den Kontakt mit den Besuchern herzustellen.“ Carmen Kappeler-König ist 45 Jahre alt und wuchs in Freiburg auf, wo sie nach dem Abitur eine Lehre im Verlagswesen abschloss und auch einige Zeit in ihrem Beruf arbeitete. Dann zog sie nach Karlsruhe und studierte Geologie. Seit 2009 lebt sie in Aschheim. „Ich lese selbst sehr gerne und habe mit meiner Tochter regelmäßig die Bücherei besucht“, sagt sie.

Wie Barbara Herberg ist sie kein großer Fan von digitaler Ausleihe. „Das wirkt alles so anonym. Ich habe auch lieber ein Buch in der Hand, als ein Tablet. Das ist aber Geschmackssache. Ich muss zugeben, für den Urlaub kann so etwas auch ziemlich praktisch sein.“

Als Leiterin der Einrichtung will sie gerne die Arbeit mit Kindern stärker fördern. „Man sieht heutzutage schon die Kleinsten mit dem Handy spielen, deswegen habe ich mir als Ziel gesetzt, sie wieder ans Buch zurückzuführen. Kinder besuchen uns leider nicht mehr ganz so oft wie früher.“ Um das zu ändern, hat Carmen Kappeler-König bereits viele Ideen. So soll es in Zukunft Veranstaltungen geben, die besonders Buben und Mädchen ansprechen. Und auch den Senioren will die neue Leiterin ein besonderes Augenmerk schenken: Weil vielen von ihnen das Lesen im Alter zunehmend schwer fällt, soll es mehr Vorlese-Stunden geben, und auch die Zahl der Hörbücher, die ausgeliehen werden können, soll steigen.

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