Kepler- und Kopernikusstraße

Hier wird in Aschheim gerast

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Aschheim – Die Keplerstraße und die Kopernikusstraße sind zwei eher unscheinbare Straßen am östlichen Rand Aschheims. Nun erlangte diese Route zwischen der Erdinger Straße und dem Gewerbegebiet Nord eher zweifelhafte Berühmtheit. Die Bilanz der kommunalen Verkehrsüberwachung zeigt auf, dass 2015 nirgendwo in der Gemeinde so schnell gefahren wurde wie in den beiden Straßen.

Bei 63 Geschwindigkeitskontrollen im vergangenen Jahr wurden 41 030 Fahrzeuge gemessen und 2680 Verfahren gestartet. 6,53 Prozent der Verkehrsteilnehmer waren zu schnell unterwegs. Den Spitzenwert erreichte ein Fahrer auf der Umgehungsstraße wo bei erlaubten 70 Stundenkilometern 147 gemessen wurden.

In der Masse unschlagbar war aber die Zahl der zehn Stunden in der Keplerstraße. Von 915 Fahrzeugen waren bei erlaubtem Tempo 30 246 zu schnell, was 27,36 Prozent entspricht. Der Höchstwert von 67 war mehr als das Doppelte des Erlaubten. In der Kopernikusstraße wurden bei 597 Fahrzeugen 155 geblitzt, was 25,21 Prozent entspricht. Hinter den Spitzenreitern folgten die östliche Umgehung (17,25 Prozent zu schnell), und der Dornacher Bereich zwischen Erdinger Landstraße, Mooswiesen- und Brunnenweg (12,26 Prozent).

Ismaninger Straße: alle brav

Die wenigsten Geschwindigkeitsüberschreitungen gab es in der Ismaninger Straße, der Zufahrt in den Ort von der Autobahnausfahrt Aschheim/Ismaning. Hier wurden von 15 825 Fahrzeugen nur 141 oder 1,02 Prozent beanstandet. Bürgermeister Thomas Glashauser begründet das mit den in der Ismaninger Straße parkenden Autos, die Raser ausbremsen.

In Bürgersprechstunden wird er immer wieder auf das Erlaubte Parken angesprochen. „Die aktuelle Regelung an der Ismaninger Straße hat auch einen positiven Effekt“, sagte der Rathauschef bei der Vorstellung der Ergebnisse im Haupt- und Finanzausschuss. Seit Juli vergangenen Jahres kontrolliert die Gemeinde auch den ruhenden Verkehr und hat die Parküberwacherin an manchen Tagen morgens und abends im Einsatz. So können auch länger abgestellte Lastwagen aufgeschrieben werden. 

Ausländische Lkw kommen davon

Thomas Glashauser sieht aber derzeit die Ungerechtigkeit darin, dass die kommunalen Strafen für ausländische Lkw-Fahrer quasi wirkungslos sind. „Das ist nicht gerecht, wenn nur unsere eigenen Leute Strafzettel bekommen“, sagte Glashauser. Deshalb laufen bereits Gespräche, wie in solchen Fällen die Polizei die Verwarnungen auch über die deutschen Grenzen hinaus wirksam erlassen kann.

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