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Kirchenvorstandsmitglied Rolf Lahne zeigt den linearen Aufbau der Segenskirche mit Grundstein, Altar und Kirchturmspitze in der Mitte des Raumes.

Jubiläum

20 Jahre Segenskirche Aschheim

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Aschheim – Es hat sich viel getan in den 20 Jahren der Aschheimer Segenskirche. Das Gotteshaus ist mittlerweile abbezahlt und räumlich wie geistlich in den Ort hinein gewachsen. Bürgermeister Thomas Glashauser erinnerte sich bei der Feier der evangelischen Gemeinde noch gut an die Einweihung, die er einst als junger Gemeinderat miterlebt hat. Seinerzeit stand die Segenskirche noch auf freiem Feld.

In den zwei Jahrzehnten ist das Gotteshaus räumlich in den Ort hinein gewachsen und sei mit seinen vielen Angeboten längst zu einem festen Bestandteil des Gemeindelebens geworden. 1973 vereinbarte der evangelische Pfarrer von Feldkirchen mit seinem katholischen Kollegen aus Aschheim, dass die Protestanten einmal monatlich in der Kirche St. Peter und Paul Aschheim einen Gottesdienst feiern dürfen.

Projekt drohte zu scheitern

Doch schon bald entstand der Traum, irgendwann ein eigenes Gotteshaus am Ort aufzubauen. 1989 kaufte die evangelische Gemeinde Feldkirchen der politischen Gemeinde Aschheim das 4000 Quadratmeter große Grundstück an der Eichenstraße ab. Die nächste Hürde nach der Standort-Entscheidung war aber die Bedingung im Kaufvertrag, dass spätestens 1995 mit dem Bau begonnen werden musste. Darauf folgte ein Architektenwettbewerb mit dem Ergebnis, dass die evangelische Gemeinde mit einer Holzkirche an Aschheims erstes Gotteshaus aus dem sechsten Jahrhundert erinnern soll. Als die Kirchengemeinde das Projekt dann wieder in Frage stellte, wackelte der vertraglich festgelegte Baustart 1995 bedrohlich.

Doch dann zahlte die Gemeinde Aschheim den zugesagten Zuschuss in Höhe von 260.000 Mark vorzeitig aus, und so konnte der Keller fristgerecht gebaut werden. Ein Jahr später ging dann alles ganz schnell mit der Grundsteinlegung (5. Mai), dem Richtfest (13. Juni) und der Einweihung (15. Dezember). 

Die Besonderheit des Gotteshauses ist der lineare Aufbau von Grundstein, Altar, den Glocken und der Turmspitze in der Mitte des 120 Quadratmeter großen Raumes. 2001 erfolgte dann der nächste Meilenstein mit der Auflösung des Kirchbauvereins, weil das Projekt finanziell abgeschlossen war.

Traum von der eigenen Orgel

Doch gibt es bereits wieder Überlegungen für den Aufbau eines Vereins, der Spenden für den nächsten großen Traum der evangelischen Gemeinde in Aschheim sammeln soll. Die Gemeinde würde sich zu gerne eine echte Orgel anschaffen. Diese Investition wird auf rund 350.000 Euro geschätzt. Beim Bau der Segenskirche vor 20 Jahren wurde alles vorbereitet, vom Platz für die Orgel bis hin zu einer eventuellen Erweiterung des so markanten, schönen Gotteshauses.

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