Trotz A-99-Ausbau

Das „Klack-Klack“ der Isarbrücke nervt die Ismaninger weiter

Im Zuge des achtspurigen Ausbaus der A 99 werden drei Brücken auf Ismaninger Gemeindegebiet erneuert. Der Gemeinderat fordert Lärmschutz nach der Bauzeit.

Ismaning – Laut dem Planfeststellungsbeschluss sollten die Brückenbauwerke im Süden von Ismaning nur saniert werden. Nun wurde der Plan aber dahingehend modifiziert, dass bei den Überquerungen der Staatsstraße zwischen Ismaning und Unterföhring, der S-Bahnlinie sowie dem Isarkanal neue Brücken gebaut werden. „Das Klack-Klack an der Isarbrücke wird uns aber bleiben“, sagte Bürgermeister Alexander Greulich mit Blick auf die Überführung, die das größte Ärgernis darstellt. Das Geräusch, das im Süden Ismanings unüberhörbar ist, entsteht an der Schwelle zwischen Autobahn und Isarbrücke, wenn schwere Lastzüge darüber fahren. Deshalb stellte Greulich enttäuscht fest, „dass die entscheidende Brücke für den Neubau nicht vorgesehen ist“.

Dritte Bürgermeisterin Luise Stangl (SPD) sieht in den Planänderungen wieder eine Chance für den Flüsterasphalt, der auf den bestehenden Brücken wegen Statik-Problemen nicht aufgebracht werden konnte. Greulich bestätigte, dass die drei Neubau-Brücken den lärmschluckenden Belag erhalten.

Gemeinde fordert nächtliches Tempolimit

Schwieriger zu erfüllen wird der seit Jahren geäußerte Wunsch der Ismaninger sein, eine Geschwindigkeitsreduzierung zwischen 22 und 6 Uhr zu erreichen. Johanna Hagn sähe darin einen gerechten Ausgleich dafür, dass die Gemeinde mit acht Spuren noch mehr Verkehr bekommen wird. „Nach der Baustelle wird die Autobahn mit der Freigabe der Geschwindigkeit gefühlt lauter werden“, sagte auch Bürgermeister Greulich. Er wird auch künftig immer wieder auf die Forderung hinweisen, „zumal eine Nacht-Reduzierung der Geschwindigkeit eine günstige Lösung mit Sicherheitseffekt darstellt“.

Gefährliche Dauerbaustelle

Die nächsten Jahre haben die Ismaninger an der südlichen Gemeindegrenze aber erst einmal eine Dauerbaustelle mit dem achtstreifigen Ausbau der A 99, die bis zu 200 000 Fahrzeuge täglich passieren. Während der Bauzeit werden die Autos auf 60 Stundenkilometer abgebremst und mit den wechselnden Führungen des Verkehrs an der Baustelle vorbei auch in den Gegenverkehr hinein gelegt. Greulich befürchtet eine Mehrung der schweren Unfälle, die meist auch mit erheblichen Personenschäden eine Belastung junger Feuerwehrmänner darstellen. Nikolaus Kraus befürchtet, dass in der Baustelle mit verengten und verschwenkten Fahrspuren bei Unfällen das Bilden einer Rettungsgasse schwer bis unmöglich wird. Nico bauer

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