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Draußen Motoren, drinnen Möbel: Im US-Cars-Treffen in Aschheim sieht die Gewerkschaft Verdi keinen Grund, den Möbelhäusern einen verkaufsoffenen Sonntag zu gewähren.

Aschheim fordert Gleichberechtigung

Klage gegen Sonntagsöffnung der Möbelhäuser

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Aschheim – Noch nie war im Aschheimer Gewerbegebiet rund um die Möbelhäuser an der Autobahn A 99 so viel Betrieb wie am vergangenen Sonntag (wir berichteten). Parallel zum US-Car-Treffen, bei dem Fans mit ihren Ami-Schlitten vorgefahren waren, hatte der Gemeinderat den ersten verkaufsoffenen Sonntag in Aschheim genehmigt. Bürgermeister Thomas Glashauser spricht von „einem großen Erfolg“ und fordert mit Blick auf die angekündigte Klage der Gewerkschaft Verdi vor allem Gleichberechtigung.

Nachdem Verdi Erfolg hatte mit seiner Klage gegen eine Sonntagsöffnung zum Stadtgründungsfest in München hat die Gewerkschaft nachträglich auch gegen das Aschheimer Event geklagt; um die rechtlichen Grundlagen prüfen zu lassen. Was Glashauser nicht überrascht. Er gibt aber zu bedenken: „Es waren deutlich mehr Besucher bei dem eigentlichen Event als in den geöffneten Läden.“ Die Zahl von knapp 10 000 Besuchern auf dem Gelände spreche für sich.

Offiziell ist von der Klage, die der stellvertretende Verdi-Bezirksgeschäftsführer Georg Wäsler angekündigt hat, noch nichts bekennt in Aschheim. Glashauser hat davon bislang nur in der Zeitung gelesen. „Wenn Verdi gegen Aschheim klagt, dann sollte das aber auch im Landkreis Ebersberg so passieren“, sagt der Aschheimer Bürgermeister. Damit spielt er auf die Gemeinde Vaterstetten an, die den Möbelhäusern im Ortsteil Parsdorf viermal im Jahr das Zusatzgeschäft am Sonntag möglich macht. Die Aschheimer wollen ihren Gewerbesteuerzahler am Ort nicht benachteiligt sehen.

Glashauser und der Großteil des Gemeinderates vertreten die Meinung, dass entweder beide diese vier Sonntagsöffnungen bei Events bekommen sollten – oder eben keiner. Gleichbehandlung für XXX-Lutz und Segmüller.

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