Beide Daumen hoch. Christoph Göbel möchte das Amt des Landrats veerteidigen; für sich und die CSU. 
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Beide Daumen hoch. Christoph Göbel möchte das Amt des Landrats veerteidigen; für sich und die CSU. 

Titelverteidiger

CSU nominiert Christoph Göbel als Landratskandidat

  • vonNico Bauer
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Zwei Stimmen fehlten zu 100 Prozent - doch mit 186 von 188 Stimmen kann CSU-Kandidat und Landrat Christoph Göbel sehr gut leben. 

Aschheim – Die Kreisdelegiertenversammlung der CSU wählte am Samstag in Aschheim Amtsinhaber Christoph Göbel als Kandidaten für die Landratswahl und überschüttete den 44-Jährigen aus Gräfelfing mit Lob. 186 von 188 Delegierten gaben ihm ihre Stimme und damit mächtig Rückenwind für den Wahlkampf. Die nicht ganz erreichten 100 Prozent störten niemand im Feststadl. „Wir sind hier ja nicht in Nordkorea“, sagte ein bestens aufgelegter Florian Hahn. Und der CSU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete schob nach, dass dieses Ergebnis bei 188 Delegierten eine andere Leistung ist als in anderen Lagern: „Wir sind ja nicht wie die Grünen, wo dann 17 Leute zusammensitzen.“

Hahn hatte den Delegierten vorgeschlagen, Göbel nach sechs Jahren als Landrat für die zweite Wahlperiode zu nominieren. „Uns in der CSU und den Menschen im Landkreis könnte nichts Besseres passieren als ein Landrat Christoph Göbel“, rief Hahn den Delegierten zu, „er ist Landrat innen wie außen.“ Göbel habe beim Höhepunkt der Flüchtlingswelle als „ein Garant für den gesellschaftlichen Frieden“ eine zentrale Rolle gespielt, und in vielen Bereichen könne sich die Bilanz sehen lassen.

Im Amt ist der Chef äußerst beliebt

Aber auch andere Schwergewichte des Kreisverbandes griffen ganz tief in die Kiste der Lobesworte. Ernst Weidenbusch berichtete mit einem schelmischen Lächeln, „dass die Leute immer enttäuscht sind, wenn ich Christoph bei einer Bürgerversammlung vertreten darf“. Er hatte aber auch einen Trost: „Wenn einer der anderen Stellvertreter kommt, dann sind die Leute noch mehr enttäuscht.“ Die sind ja auch nicht von der CSU. Die Mitarbeiter im Landratsamt hätten leuchtende Augen, wenn sie über ihren Chef sprechen. Und Weidenbusch brachte die MVV Reform auf den Tisch: „Da zeigte sich, ob er ein Spitzenlandrat ist oder nicht. Erst sein Einsatz machte aus einem Ergebnis ein gutes Ergebnis.“

Teil drei der Vorschlagslaudatio kam von Sozialministerin Kerstin Schreyer. „Er ist nicht nur ein kluger Kopf, sondern hat auch das Herz am rechten Fleck.“ Der Landrat punkte bei dem Menschen, weil er sie und ihre Anliegen ernst nehme: „Er kümmert sich um alles, vom Hundehaufen bis zum Weltfrieden.“

Göbel will die Menschen mitnehmen

Göbel musste gar nicht mehr groß werben, aber er ließ sich die leidenschaftliche Rede nicht nehmen. Die Delegierten sahen einen hoch motivierten Landrat, der immer wieder betonte, dass die Menschen mitgenommen werden müssen. Er zeigte auf, wie unter seiner Regie die Investitionen in Bildung massiv gestiegen sind: „Die Menschen wollen den höchstmöglichen Bildungsabschluss für ihre Kinder und das müssen wir anbieten.“ Es gelte, den Landkreis mit seinen 29 Kommunen und knapp 350 000 Einwohnern bei seinem Wachstum – in 15 Jahren sind die 400 000 wohl erreicht – zu führen, den Klimaschutz konkret umzusetzen; neue Formen der Mobilität sowie des Zusammenwohnens auf den Weg zu bringen und nie die sozial schwachen Menschen zu vergessen. „Die Mobilität ist die Schlüsselfrage unserer Region“, sagte Göbel. Und zur Messlatte für die Kommunalwahl 2020: „Wir müssen 50 Prozent plus X bekommen, sonst sind wir nicht gewählt.“

Im Überblick:Kommunalwahl 2020 – Das sind die Parteien und Kandidaten im Landkreis München

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