Feuerschale
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Die Polizei löste die Runde um die Feuerschale auf. (Symbolbild) 

Nachbarn rufen Polizei

Streife löst Gartenparty rund um Feuerschale auf

  • Stefan Weinzierl
    vonStefan Weinzierl
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  • Günter Hiel
    Günter Hiel
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Sieben Leute aus verschiedenen Haushalten rund um eine Feuerschale in einem Garten in Aschheim - das hat Nachbarn dazu veranlasst, die Polizei zu rufen.

Aschheim - Die Polizeiinspektion Haar hat gegen elf Personen ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen die Ausgangssperre beziehungsweise Kontaktbeschränkung eingeleitet. Um 22.40 Uhr hatten Anwohner eine Gartenfeier in der Siedlungsstraße in Aschheim gemeldet. Die Beamten trafen auf sieben Personen verschiedener Hausstände um eine Feuerschale herum. Gegen 1.40 Uhr wurden in Gronsdorf auf öffentlichem Verkehrsgrund vier Personen aus unterschiedlichen Haushalten zur Kontrolle angehalten, die keine triftigen Gründe zum Verlassen der Wohnung vorweisen konnten. Im übrigen Verlauf waren die Einsatzkräfte vereinzelt mit Ruhestörungen beschäftigt. „Schwerwiegendere Einsätze beziehungsweise Sicherheitsstörungen blieben im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion 27 während der Silvesternacht aus“, melden die Haarer. Was die anderen Inspektionen bestätigen können. „Total ruhig“, heißt es in Ismaning. Einen Verstoß gegen die Ausgangssperre verzeichneten die Beamten, ein Mann, allein unterwegs.

Häusliche Gewalt

Ruhig verlief die Silvesternacht auch in den Dienstbereichen der Unterhachinger und der Grünwalder Polizeidienststellen. „Keine nennenwerten Einsätze“, hieß es bei der Unterhachinger Polizei. „Exakt null Einsätze“ vermeldeten die Kollegen aus Grünwald. Etwas mehr zu tun hatten die Beamten der Ottobrunner Inspektion. Zwar gab es kaum Verstöße gegen die Lockdown-Regeln, dafür mussten Beamte mehrmals wegen Familienstreitigkeiten und häuslicher Gewalt ausrücken, wie die Polizei mitteilt. An der Ecke Karl-Stieler-/Ludwig Thoma-Straße in Ottobrunn stoppte eine Streife am Neujahrsmorgen gegen 0.20 Uhr einen Mercedes-Fahrer. Bei der Kontrolle des 20-Jährigen aus München bemerkten die Beamten Alkoholgeruch. Der junge Mann, der von einer Silvesterfeier kam, unterzog sich daraufhin einem Atemalkoholtest. Ergebnis: rund 1,3 Promille. Der Münchner musste daraufhin das Auto abstellen und mit zur Blutentnahme. Er muss sich nun nicht nur wegen Trunkenheit im Verkehr, sondern auch wegen eines Verstoßes gegen die Corona-Auflagen verantworten. Letzteres gilt auch für zwei Bier trinkende Personen, die Polizisten am Neujahrsmorgen gegen 2.15 Uhr auf der Straße in Neubiberg angetroffen haben.

Feuerwehr löscht Raketenbatterie

Wegen eines Dachstuhlbrands und eines Zimmerbrandes mussten die Freiwilligen Feuerwehren Ottobrunn und Oberschleißheim in der Silvesternacht ausrücken. Es war jedoch in beiden Fällen Fehlalarm, „optische Täuschungen“, heißt es in der Feuerwehreinsatzzentrale. „Wie zu erwarten, war die Silvesternacht heuer sehr ruhig“, sagt einer der Diensthabenden. Die Freiwillige Feuerwehr Garching musste kurz nach 1 Uhr löschen. Nach dem Abschießen war eine Feuerwerks-Raketenbatterie in Flammen aufgegangen. Eine Kleinigkeit.

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