Gemeinderat

Mobile Flüchtlingsunterkünfte aus Beton-Baumodulen

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Aschheim – Aschheim geht nach der Ende Mai anstehenden Schließung der Überbrückungsunterkunft im Dornacher Gewerbegebiet konsequent seinen Weg weiter mit der dezentralen Unterbringung von Flüchtlingen. So hat der Gemeinderat die Weichen gestellt für eine hochwertige Wohnanlage für 48 Personen an der Alpenstraße; baulich ein Pilotprojekt. 

Das Gebäude wird zusammengesetzt aus so genannten „Cubes“. Diese Bauelemente haben jeweils 28 Quadratmeter Wohnfläche für vier Personen und drei Quadratmeter Balkon.

Die 32 Tonnen schweren Bauteile können binnen eines Tages zusammengesetzt werden, halten dank der Betonwände rund 50 Jahre und können vielseitig verwendbar auch mit geringem Aufwand versetzt werden. Mit diesen Vorteilen warb Generalunternehmer Georg Sahner für die im Allgäu gefertigten „Mobile Cubes“.

Bürgermeister Thomas Glashauser (CSU) schlug dem Gemeinderat diesen Weg vor, um mit der Investition von rund 1,2 Millionen Euro auch nach der Flüchtlingsunterbringung Vorteile für die Gemeinde zu haben. Er sieht Chancen, in den mobilen Wohnelementen später Erzieherinnen im Dienst der Gemeinde bezahlbaren Wohnraum anbieten zu können oder die „Cubes“ als Sozialwohnungen zu nutzen. 

Spätere Nutzung als Sozialwohnungen

Erster Mieter wird aber das Landratsamt sein, und die Aschheimer machen sich nun große Hoffnungen, Flüchtlingsfamilien zugeteilt zu bekommen. „Hier stehen funktionierende soziale Einheiten für vier Personen zur Verfügung“, sagte Georg Sahner. Er sieht bei vielen Asylantenheimen große Einheiten mit zwölf bis 16 Einheiten als die Schwachpunkte an.

Grundsätzlich war der Gemeinderat mit dem Pilotprojekt einverstanden und beschloss diesen Weg nach einigen Diskussionen dann auch gewohnt einstimmig. Achim Jänsch (SPD) hätte sich dennoch ein bis zwei alternative Angebote gewünscht. Bürgermeister Glashauser und Bernhard Stilling (CSU) hielten aber entgegen, dass die jahrzehntelang mehrfach nutzbaren Cubes nicht vergleichbar seien mit Unterkünften in Holzständerbauweise. Stilling schickte aber auch eine Warnung nach an den Generalunternehmer: „Wenn es die Teile beim zweiten Versetzen schon derbröselt, haben wir ein Problem...“

Standort an der Alpenstraße

Keine Diskussionen gab es mehr um den Standort an der Alpenstraße. Das freie Feld liegt gegenüber dem Seniorenpflegeheim am dortigen Parkplatz. Diese Fläche trennt die Asylbewerberunterkunft auch etwas von der Wohnbebauung an der Alpenstraße und der Gemeinde-Kindertagesstätte. Carola Lampersberger (SPD) sprach sich für den Platz aus: „Jeder Standort hat Menschen, denen er nicht gefällt. Aber dieser ist mit 48 Personen für das Gebiet verträglich.“ CSU-Fraktionsvorsitzender Rolf Dettweiler unterstrich das und hofft, für die hochwertige Unterkunft mit der Zuteilung von Familien belohnt zu werden: „Dann gibt es bei der Annahme der Einrichtung auch keine Probleme."

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