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Geschlossen hat der Bäcker Aumüller seit Jahresende. In rund zwei Wochen eröffnet hier der „Hasi Schmeckerbäcker“ aus Grafing im Landkreis Ebersberg. 

Konditorei in Aschheim geschlossen

Nach 25 Jahren Aumüller kommt jetzt der Schmeckerbäcker

25 Jahre lang verkaufte die Bäckerei Aumüller in Aschheim frische Semmeln. Zum Jahreswechsel hat die Filiale zugemacht. Auf einen Bäcker müssen die Aschheimer in der Ortsmitte aber nicht verzichten. Ende Januar öffnet „Hasi Schmeckerbäcker“ am gleichen Standort.

Aschheim – Der Stichtag ist der 20. Januar, ein Samstag. Dann sollen die Aschheimer wieder bei einem Bäcker in der Ortsmitte einkaufen können. In der bisherigen Aumüller-Filiale entsteht der 21. Standort der 1894 gegründeten Bäckereikette „Hasi Schmeckerbäcker“ aus Grafing. Nach Heimstetten ist es die zweite im Landkreis München. Dass die Bäckerei drei Wochen lang geschlossen ist, liegt laut „Hasi“-Geschäftsführer Josef Reindl an den Umbaumaßnahmen: „Wir errichten eine neue, moderne Bäckertheke und wollen dem Verkaufsraum einen eigenen Charme verleihen.“ Dieser Charme soll helfen, dass die bisherigen Aumüller- und auch neue Kunden den Weg in die Feldkirchner Straße 2 finden.

Eine Kombination aus Café und Bäckerei strebt Josef Reindl an, Geschäftsführer der Hasi-Schmeckerbäckerei. 

Von einem Kunden habe Reindl erfahren, dass sich die Bäckerei Aumüller aus Aschheim zurückzieht. Nahezu zeitgleich sei er vom Vermieter angesprochen worden. „Wir sind ein Umland-Bäcker, daher interessiert uns der Standort. Wenn sich etwas ergibt, trauen wir uns“, sagt Reindl. Eine Verlagerung aus dem Landkreis Ebersberg und dem Hauptsitz in Grafing in den Landkreis München strebe die Kette allerdings nicht an.

Aus einer großen Backstube in Grafing kommt künftig ein Teil der Backwaren für den Aschheimer Schmeckerbäcker. Frische Semmeln wie die Knopfsemmel „Hasi’s Nr. 1“, Brezn oder Croissant werden direkt vor Ort gebacken. Ein Café soll die Kunden zum Verweilen einladen. Die Kombination aus Bäckerei und Café findet Reindl ideal, sie biete eine unkomplizierte Möglichkeit, sich zu treffen und so sei immer etwas los.

Franz Ehrnthaller hat den Mietvertrag nach 25 Jahren gekündigt, weil er für das klassische Bäckerei-Geschäft keine Zukunft mehr gesehen hat. 

Den Café-Bereich sah auch Aumüller-Geschäftsführer Franz Ehrnthaller als Chance, die Ortsmitte in Aschheim zu beleben. Er erweiterte die Bäckerei vor fünf Jahren. Knapp drei Jahre habe das funktioniert, der gewünschte Durchbruch sei aber nie erreicht worden. Aschheim entwickle sich zunehmend weg von der Ortsmitte. Zudem habe sich die Filiale vom eigentlichen Kerngeschäft entfernt. „Wir waren kein richtiger Bäcker mehr. Früher haben die Leute Brot gekauft und dann einen Kaffee getrunken, heute trinken sie Kaffee und kaufen vielleicht ein Brot. Unsere klassischen Umsätze sind zurückgegangen.“ Deshalb habe er sich entschlossen, den Mietvertrag nach 25 Jahren auslaufen zu lassen. Das hängt auch mit einer Konzentration der Filialen zusammen. Ehrnthaller will es lieber an weniger Standorten „richtig machen, als an mehreren ein bisschen“.

Richtig gut laufen soll es künftig in Feldkirchen. Etwa Mitte des Jahres wird das bisherige Gebäude an der Münchner Straße abgerissen und neu gebaut. Auf 350 Quadratmetern und mit 90 Sitzplätzen will Ernthaller seine Bäckerei hier in neuem Glanz eröffnen. Die Aschheimer treffen dort auf einige bekannte Gesichter. Trotz der Schließung in Aschheim wurde keinem der zehn Mitarbeiter gekündigt. Die Festangestellten sind in den umliegenden Standorten weiterbeschäftigt. Ehrnthaller sagt, die Aushilfen hätten von sich aus aufgehört.

Von Sebastian Schuch

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