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Den Segen Gottes spendet Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg. Der neue Pfarrverband ist der 221. in der Erzdiözese München-Freising.

700 Gäste  im Feststadl

Pfarrverband Aschheim-Feldkirchen gegründet  

Pfarrverbände sind nicht beliebt: Viele Pfarreien haben Angst, ihre Eigenständigkeit zu verlieren. Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg macht Mut.

Aschheim – Der Feststadl war definitiv der perfekte Ort für die Gründung des Pfarrverbandes Aschheim-Feldkirchen. Die mit rund 700 Gästen voll besetzte Veranstaltungshalle liegt in Aschheim und ist nur wenige Hundert Meter von der Gemeindegrenze zu Feldkirchen entfernt. Die Gründungsfeierlichkeiten fanden unter der Leitung von Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg statt.

Der neue Pfarrverband, der 221. in der Erzdiözese München-Freising, hat ein eigenes Logo bekommen: drei Kirchtürme, die durch eine Leiter untrennbar verbunden sind. Die Türme stehen für die Pfarrkirche St. Peter und Paul in Aschheim samt der Filialkirche St. Margareta in Dornach und die Pfarrkirche St. Jacobus Feldkirchen. „Die Türme passen sehr gut zusammen“, sagte Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg.

Der Weihbischof zelebrierte den Gottesdienst im Feststadl und sprach dabei deutliche Worte: „Ich bin heute nicht hierher gekommen, um die beiden Pfarreien aufzulösen“, sagte er. Und er sei sich bewusst, dass „eine Pfarrverbandsgründung nicht unbedingt ein Ereignis ist, das alle herbei gesehnt haben“. Der Schritt stehe auch für den Rückgang an Gläubigen, Priestern und pastoralen Mitarbeitern. Der Weihbischof ermunterte die Menschen jedoch auch, die Chance zu sehen, gemeinsam eine größere Kraft zu entwickeln.

Der Festgottesdienst zeigte, welche Potenziale die Gemeinschaft der beiden Gemeinden im Landkreis-Osten hat. So standen mit den drei Chören der drei Kirchen des Pfarrverbands, dem Männergesangsverein Aschheim, dem Männergesangsverein Feldkirchen und das Aschheimer Ensemble „Chor Vocalista“ sechs verschiedene Gruppen auf der Empore, um gemeinsam die Feier zu umrahmen. Gemeinsamkeit lebten auch die beiden Bürgermeister der weltlichen Gemeinden, Thomas Glashauser (CSU, Aschheim) und Werner van der Weck (SPD, Feldkirchen): Sie brachten mit einer kleinen Esche, Salz sowie einer Jacobsmuschel die Symbole der beiden Gemeinden mit in den Gottesdienst. Zu ihren Grußworten kamen die Rathauschefs gemeinsam auf die Bühne. Sie sagten, dass die Zusammenlegung der Pfarreien in einen gemeinsamen Verband ein richtiger, wichtiger Schritt sei. Sie betonten, dass es sich für die Menschen lohne, Ideen, Erfahrungen, Kräfte und Mittel zu bündeln.

Mit der offiziellen Gründung des Pfarrverbandes geht ein langer Prozess des Zusammenwachsens zu Ende. Bereits im Jahr 2010 war in den Pfarrgemeinden Aschheim, Dornach und Feldkirchen die Entwicklung hin zu einem Verbund angekündigt worden. Seither liefen die Vorbereitungen. An der Spitze den neuen Pfarrverbandes steht nun ein dreiköpfiges Seelsorgeteam mit dem Pfarrer und Leiter des Pfarrverbandes Konrad Eder, mit Diakon Markus Paulke sowie mit Ina Trainer.

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