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Treffpunkt der Ami-Schlitten: Der Parkplatz des Möbelmarkts war am Wochenende beim US-Cars-Treff bevölkert von Autos aus den Vereinigten Staaten und ihren Fans.  

Vier Autos abgeschleppt

Polizeikontrollen bei US-Cars-Treffen: Veranstalter sauer

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18 Amischlitten beanstandet, vier abgeschleppt: Mit ihrer Kontrolle sorgte die Polizei beim US-Car-Treffen nicht für Begeisterung. Die Zukunft ist ungewiss.

Aschheim – Das große Autotreffen in Aschheim steht unter keinem guten Stern. 2016 nutzte die Gewerkschaft Verdi das Event als Anlass für eine Klage gegen verkaufsoffene Sonntage in Möbelmärkten. Denn vor zwei Jahren hatte die Gemeinde Aschheim das „XXXL US Cars und Bikes Treffen“ erstmals einen verkaufsoffenen Sonntag genehmigt.

In diesem Jahr sorgte eine Polizeikontrolle für Aufregung bei der Großveranstaltung. Die Verkehrspolizei kam nach Aschheim, um die Fahrzeuge von Teilnehmern und Besuchern zu kontrollieren. Die Bilanz der Polizei: 18 Beanstandungen, weil sie so umgebaut und aufgemöbelt worden waren, dass ihre Betriebserlaubnis erlosch. Vier Wagen wurden für eine genauere Begutachtung sogar abgeschleppt.

“Ältere Leute, die Oldtimer fahren“

Organisator Werner Seidl vermutet, dass die Kontrolle in Zusammenhang mit Straßenrennen steht. Aber „was will die Polizei von älteren Leuten, die Oldtimer fahren?“ Ein Sprecher des Polizeipräsidiums München wehrt sich gegen den Vorwurf der Unverhältnismäßigkeit: „Vor Ort waren nur fünf Beamte. Es ist keine Veranstaltung mit hunderten Straftaten. Garantiert gibt es viel schlimmere Autotreffen.“

Gastgeber Seidl hatte zuvor wochenlang mit der Polizeiinspektion Haar ein Verkehrskonzept für das Treffen erarbeitet. Dieses wurde durch die Kontrolle über den Haufen geworfen. „Die Polizisten vom Revier Haar waren auf unserer Seite“, sagt Seidl, „man darf also nicht alle über einen Kamm scheren.“

Bei den Freunden der amerikanischen Fahrzeuge sprach sich die Kontrolle schnell herum, sodass im Stau rund um die Aschheimer Möbelhäuser wohl etliche Teilnehmer umdrehten und gar nicht erst kamen. Insgesamt waren es heuer letztlich rund 600 Fahrzeuge, von liebevoll restaurierten Käfer über eine Vespa aus den 1950er Jahren bis zum Rolls Royce und amerikanische Mustangs.

Zukunft des Treffens offen

Die Aufregungen wegen der Kontrollen, die heuer nicht geöffneten Möbelhäuser und fast zu schönes Sommerwetter dürften dafür verantwortlich sein, dass nur rund 2000 Besucher zur dritten Auflage des Aschheimer Autotreffens kamen. Zum Vergleich: Beim letzten Mal waren es rund 10 000 Menschen. Die geringe Besucherzahl sorgte bei den Händlern an den Ständen für schlechte Geschäfte. Seidl sagt aber angesichts der besucherzahl auch, „dass wir auf einem hohen Niveau jammern“. Dennoch befürchtet der Veranstalter für künftige Veranstaltungen weitere Rückgänge bei Teilnehmern und Besuchern wegen weiterer zu erwartender Polizeikontrollen.

Das Organisationsteam lässt deshalb die Zukunft der gesamten Veranstaltung offen. „Wir warten jetzt erst einmal die Resonanz ab. Denn unsere Teilnehmer sind letztlich unsere Motivation, solche Treffen am Leben zu erhalten.“  

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