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Zentral gelegen, aber von vielen nicht erwünscht: Am Aschheimer Ortseingang wird ein neuer „Rewe“ eröffnen, am Kreisv erkehr der B 471 mit der Eichendorffstraße. Im Hintergrund ist das kommunale Wohnbauprojekt zu sehen. 

Bauausschuss bewilligt Neubau 

Protest gegen Rewe-Markt scheitert

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Sie lassen nicht locker, die „Rewe“-Gegner in Aschheim. Zum zweiten Mal haben sie Unterschriften gesammelt gegen die Ansiedlung des Lebensmittelmarktes am Ortseingang. Mehr als 200 Menschen haben unterschrieben. Offensichtlich umsonst.

AschheimMit zwei großen Unterschriftenlisten protestierten über 200 Aschheimer Bürger erneut gegen die Ansiedlung eines „Rewe“-Supermarktes am Kreisverkehr des Ortseingangs, von Feldkirchen her kommend. Die Gemeinderäte im Bauausschuss aber fassten dennoch die notwendigen Beschlüsse für die Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung des Bebauungsplanes. Diejenigen, die Stellungnahmen abgaben, bekamen von der Gemeinde eine umfangreiche Antwort, aber die Entscheidungsträger lassen sich nicht von ihrem Kurs abbringen. Entschieden werden muss nun lediglich, wie die Fassade des umstrittenen Supermarkt zwischen der Eichendorff- und der Jedovnicestraße einmal aussehen soll.

Die Kritiker des Projekts monieren, dass der Markt an drei Seiten von Wohnbebauung umgeben ist und von einer Anpassung an die Umgebung nicht gesprochen werden könne. Mit rund sechs Metern sei der Supermarkt ähnlich hoch wie die Nachbargebäude, weise aber mit einer Länge von 85 Metern und einer Breite von 40 Metern doch eine ganz andere Dimension: „Da kann man doch nicht von Anpassen sprechen.“

Die Gemeinderäte wiederum argumentieren, dass das Grundstück des Supermarkts an zwei Seiten stark befahrene Straßen, die B 471 und dei Eichendorffstraße, tangiere. Dahinter liege der Großteil der 28 Hektar Fläche, auf der die Gemeinde neue Wohnungen bauen werde. Bürgermeister Thomas Glashauser (CSU) sieht die Nähe zu dem Markt als Wertsteigerung der Häuser an.

Die Gemeinderäte verweisen zudem darauf, dass Wohnbebauungen direkt an der Bundesstraße nur durch erheblichen Lärmschutz genehmigungsfähig seien. Der Vollsortimenter samt begrüntem Parkplatz schaffe dabei „deutliche Vorteile“. Die Gegner wiederum kritisieren eine massive Überversorgung im Ort. Das Argument, der neue Markt sei fußläufig gut zu erreichen und auch deshalb sinnvoll, bezeichnen sie als „vorgeschoben“. Sie verweisen auf eine Studie, nach der Aschheim mit 174 Prozent eine extreme Überversorgung an Märkten habe. Die Antwort aus dem Rathaus ist klar: „Die kritisierte Überversorgung ist aus Sicht der Gemeinde kein Nachteil für die Bürger. Deshalb ist dies als Negativ-Argument nicht nachvollziehbar.“ Die Gemeinde bewertet den Standort des neuen „Rewe“ als ideal: „Viele Bürger können in fußläufiger Entfernung einkaufen. Die Gemeinde schafft Möglichkeiten – gehen müssen die Bürger natürlich schon selber.“

Zur Angst der rund 4000 Menschen, die im Aschheimer Norden leben, sie könnten zu wenig Einkaufsmöglichkeiten haben, zitiert der Bürgermeister aus einem Schreiben der Kette, dass ein „Rewe City“ an der Saturnstraße erhalten bleibe. „Als ich ein Bub war, hatten wir in Aschheim mit 3000 Einwohnern auch schon drei Märkte im Ort“, sagte Glashauser.

Die Nachbarn bemängeln, dass die notwendigen Ausgleichsflächen für die Bodenversiegelung in der Gemeinde Haimhausen geschaffen würden. Nach Aussage der Gemeinde konnte die Ausgleichsmaßnahme „aus privatrechtlichen Gründen“ nicht auf Aschheimer Flur stattfinden. Glashauser sagte, dass nur bei ganz großen Projekten, wie den Möbelmärkten oder dem Frachtpostzentrum, ein Ausgleich durch Parkanlagen geschaffen wurde. In diesem Punkt wird noch diskutiert. Außerdem wird er dafür sorgen, dass es eine Visualisierung des Projekts geben wird. Damit sich Gemeinderäte und Bürger vorstellen können, wie der Markt einmal aussehen wird.

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