Nach Einigung auf zweite Stammstrecke

S-Bahn-Bündnis Ost: "Der Engpass verschärft sich"

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Kirchheim - Das S-Bahn-Bündnis Ost begrüßt den Bau der zweiten Stammstrecke für die Münchner S-Bahn. Gleichwohl befürchtet man, dass sich der Bahn-Engpass im Münchner Osten verschärft.

Nach der Entscheidung, eine zweite Stammstrecke für die Münchner S-Bahn zu bauen, befürchten Bürgermeister, Landräte sowie Landtags- und Bundestagsabgeordnete aus dem Münchner Osten einen „Bahn-Engpass“ zwischen München-Ost und Markt Schwaben. Das sogenannte S-Bahn-Bündnis Ost lässt ein Gutachten erstellen über diesen Streckenabschnitt. Die Ergebnisse sollen den Bund dazu bewegen, den Ausbau der Bahn-Strecke zwischen München-Ost und Markt Schwaben mit zu finanzieren. „Ohne diesen Ausbau wird ansonsten der Engpass in diesem Bereich weiter verschärft“, so die Sprecher der Initiative. 

Bund, Freistaat und Stadt hatten sich am Dienstag auf die Kosten für den Bau einer zweiten Stammstrecke geeinigt. Damit steht dem Mega-Projekt nichts mehr im Wege. Spatenstich ist im April 2017.

Das S-Bahn-Bündnis Ost sieht den Bund in der Pflicht 

Wie berichtet, befürchten einige Bürgermeister aus dem Landkreis, der Bund stelle nun die Ertüchtigung der Außenäste hinten an

Auch das S-Bahn-Bündnis sieht den Bund in der Pflicht. Die Messe München hatte das Bündnis vor rund einem Jahr initiiert. Der Zusammenschluss von Bürgermeistern der Gemeinden entlang der S-Bahnline S2 im Münchner Osten sowie von Landräten und Unternehmerverbänden kämpft seitdem für einen viergleisigen Ausbau der S2-Ost zwischen München Riem und Markt Schwaben inklusive Anbindung der Messe München. Sie befürchten einen Engpass auf diesem Streckenabschnitt, sollte die Bahnstrecke München-Mühldorf-Freilassing nur wie geplant ab Markt Schwaben ausgebaut werden. 

Das S-Bahn-Bündnis begrüßt die zweite Stammstrecke, aber...

Das Bündnis begrüßt zwar den Bau der zweiten Stammstrecke, sieht damit aber den Ausbau der Bahnstrecke zwischen München-Ost und Markt Schwaben „untrennbar verbunden“, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Der Bund soll den Bau finanzieren. Schließlich sei die Strecke „überregional bedeutsam“ und „wesentlicher Bestandteil des Entwicklungskonzeptes für den Bahnknoten München“. Ein Gutachten soll den Engpass analysieren, Entwicklungsperspektiven aufzeigen und notwendige Infrastrukturmaßnahmen benennen. Die Ergebnisse des Gutachtens legt das Bündnis dem Bund als „Entscheidungsgrundlage“ vor.

rat

Rubriklistenbild: © Siggi Jantz

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