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Listiger Tausendsassa: Als verkaufter Großvater hält Hemut Englmann (r.) den Haslinger (Anton Vitzthum) und seine Frau (Helene Pusl) auf Trab. Englmann hat das Stück mit seiner Truppe einstudiert und führt auch Regie.

Bayerische Volksbühne

Der verkaufte Großvater

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Aschheim – Wenn schlaue Bauern das große Geschäft wittern, machen sie auch vor Menschenhandel nicht Halt. Die bayerische Groteske „Der verkaufte Großvater“ führt die Bayerische Volksbühne der Volkshochschule im Osten des Landkreises München (OLM) derzeit auf.

Hunderte Gäste werden bis Ende April bei den Aufführungen in der Sportgaststätte Tassilo in Aschheim bestens unterhalten. Helmut Englmann ist der große Macher der Bayerischen Volksbühne, und beim aktuellen Stück wird es ihm wahrlich nicht langweilig. Die von dem bekannten bayerischen Schauspieler und Autor Franz Xaver Kroetz bearbeitete Version des Dreiakters richtete er mit seiner Mannschaft bayerisch her und er führt Regie. Dazu steht Englmann auch in der Hauptrolle als verkaufter Großvater auf der Bühne, und er spielt diese alles andere als leichte Figur brillant. 

Paraderolle für Helmut Englmann

Der Großvater lebt bei dem armen Bauern Hannes Kreithofer (Andi Schöberl), der den Opa versorgt und dann für 1000 Mark an den großen Haslinger-Bauern (Anton Vitzthum) verkauft. Der macht das Geschäft aber nicht aus reiner Nächstenliebe, sondern kauft sich den Senior in der Hoffnung auf ein großes Erbe.

Der listige Großvater hält die Familie des Haslingers mit dessen Frau (Helene Pusl) und Tochter (Karin Durner) auf Trab. Abgerundet wird das bunte Miteinander auf den Höfen durch den Kreithofer-Bruder Lois (Christian Jeblick), die Magd Zenz (Martina Rosilius) und den Knecht Martl (Walter Eicher). 

Der so teuer verkaufte Großvater nutzt seine Rolle als lebender Wahnsinn zwischen den Höfen, um die jungen Menschen der Familien miteinander zu verkuppeln. Die Gäste bei den beiden Vorstellungen des Premierenwochenendes hatten viel Freude mit einem wunderbar umgesetzten Klassiker des bayerischen Volkstheaters.

Immer wieder sorgen krachende Sprüche für laute, herzhafte Lacher. Der Großvater selbst ist sich die 1000 Euro wert: „Mit mir hast du mehr Spaß als mit drei Kanarienvögeln.“ Und für die Besucher sind die zehn Euro in einen unterhaltsamen Abend bestens angelegt. Bis Ende April bietet die Bayerische Volksbühne der VHS OLM noch viele Gelegenheiten, an dem Theaterspaß teilzuhaben.

Weitere Vorstellungen

Freitag bis Sonntag, 11. bis 13. März; Freitag/Samstag, 18./19. März; Freitag bis Sonntag, 1. bis 3. April; Donnerstag, 7. April; Samstag, 9. April; Freitag/Samstag, 15./16. April; Freitag/Samstag, 22./23. April. Spielbeginn: Donnerstag bis Samstag 20 Uhr; sonntags 19 Uhr. Mittagsschmankerl: Sonntag, 6. März und Sonntag, 24. April, jeweils 11 Uhr

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