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Förster und Experten machen sich in Putzbrunn ein Bild von der Bekämpfung des Asiatischen Holzbockkäfers.

Asiatischer Laubholzbockkäfer

Experten zeigen: So besiegen Waldbesitzer ihren ALBtraum

Putzbrunn - Der Asiatische Laubholzbockkäfer (ALB) ist der Albtraum der Waldbesitzer. Nun haben Experten an einem Beispiel aus Österreich gezeigt, wie man den Käfer bekämpfen kann.

Der Asiatische Laubholzbockkäfer (ALB) versetzt Gartenbesitzer und Waldbesitzer nach wie vor in große Sorge. Johann Killer, Vorsitzender der Waldbesitzervereinigung Wolfratshausen, forderte bei einer Lehrfahrt für 50 Waldbesitzer nach Putzbrunn weiterhin eine konsequente Bekämpfung des Schädlings. „Der ALB befällt eine Vielzahl von Laubbaumarten, die wir für den Aufbau stabiler Mischwälder brauchen“, sagte Killer.

Sobald der Käfer in einem Gebiet nachgewiesen wurde, könne dort kein Laubholz mehr verkauft werden. Zuvor hatten Revierleiter Michael Matuschek und Sascha Michalak vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ebersberg (AELF) die Waldbesitzer über den Käfer informiert. An einer bereits gerodeten Befallsfläche in Putzbrunn stellten die Experten die Bekämpfung vor.

Nur noch einzelne Eichen und Kirschbäume stehen auf der Fläche

Viele Waldbesitzer waren sehr betroffen, als sie die rund 1,5 Hektar große und nun kahle Fläche sahen. Nur noch einzelne Eichen und Kirschbäume stehen dort, der Boden ist gemulcht, alles Holz zerkleinert. Doch die Meinung ist eindeutig: „Wir haben keine andere Möglichkeit, den ALB an seiner Ausbreitung zu hindern.“

Dass eine Bekämpfung und Überwachung auch tatsächlich Erfolg bringe, sehe man laut den Experten des AELF an dem ältesten europäischen ALB-Fund im österreichischen Braunau. Dort wurden seit über sechs Jahren keine Befallsspuren des Käfers mehr gefunden. Die Förster sind daher optimistisch, dass auch die ALB-Bekämpfung in Bayern erfolgreich sein wird.

mm

Video zum ALB

 

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