Keine Dauerlösung sind die Container am Heuweg. Sie sind marode und sollen abgebaut werden.
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Keine Dauerlösung sind die Container am Heuweg. Sie sind marode und sollen abgebaut werden.

Gemeinde setzt Landratsamt Frist für Bau an der Bahnhofstraße

Asyl: Oberschleißheim macht Druck

  • vonAndreas Sachse
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  • Janine Tokarski
    Janine Tokarski
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Den Oberschleißheimer reicht‘s: Nur bis Ende September dulden sie die Container am Heuweg. Dann soll das Landratsamt endlich die Unterkunft an der Bahnhofstraße bauen.

Oberschleißheim – Es soll endlich vorangehen: Die Geduld der Gemeinde Oberschleißheim neigt sich dem Ende, Verwaltung und Rat wollen, dass die feste und dauerhafte Asylunterkunft an der Bahnhofstraße endlich gebaut wird. Darum hat der Bauausschuss einer Fristverlängerung zur Nutzung der provisorischen – und maroden – Container für 120 Asylbewerber am Heuweg nur bis Ende September dieses Jahres zugestimmt. Und nicht, wie vom Landratsamt beantragt, bis Jahresende. Damit will die Kommune den Druck auf die Behörde erhöhen, die Unterkunft für 200 Geflüchtete an der Bahnhofstraße zu bauen.

Der Hintergrund: Bereits im Juli 2016 hatte die Regierung von Oberbayern grünes Licht gegeben für die Unterkunft, die aus acht Holzhäusern der Firma „Feel Home“ bestehen soll. Acht Wochen darauf erteilte der Gemeinderat die Baugenehmigung.

Dann verschob das Landratsamt allerdings die Fertigstellung auf Frühsommer dieses Jahres. Danach hatte der Helferkreis kaum mehr Informationen von der Behörde erhalten. Doch die Zeit drängt: Die Container am Heuweg würden keinen weiteren Winter überstehen. Gemeinderat Peter Lemmen (SPD), einer von zwei Koordinatoren des Asyl-Helferkreises, war dann im Mai mit der Zusage der Behörde aus München zurückgekehrt, dass die Unterkunft im „Holzgarten“ an der Bahnhofstraße womöglich im Herbst gebaut würde. Darauf will die Gemeinde das Landratsamt nun mit der gesetzten Frist für die Container festnageln.   

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