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Künftige Notunterkunft: In der Turnhalle am Kölgweg sollen die Asylbewerber für mehrere Wochen unterkommen.

Ab Montag

200 Asylbewerber kommen in Taufkirchen unter

Taufkirchen - Der dramatische Anstieg der Flüchtlingszahlen seit Anfang Februar hat die Regierung von Oberbayern jetzt veranlasst, den Winternotfallplan in Kraft zu setzen. Auch der Landkreis muss Asylbewerber aufnehmen: 200 Flüchtlinge sollen ab Montag in der Dreifachturnhalle am Köglweg in Taufkirchen untergebracht werden.

„Der Flüchtlingsstrom hat eine neue Dimension erreicht“, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes München. Allein an einem Tag habe die Regierung von Oberbayern 650 Asylsuchende registriert. 75 Prozent davon kommen aus den Kosovo. Am Freitag wurde das Landratsamt informiert, dass sich der Landkreis auf eine notfallmäßige Unterbringung einstellen müsse. Im Landratsamt sei man gut vorbereitet gewesen. Bereits Anfang November vergangenen Jahres waren alle Kreisverwaltungsbehörden im Regierungsbezirk Oberbayern aufgefordert im Rahmen eines Winternotfallplans eine Unterkunft zur sofortigen Unterbringung von 200 bis 300 Menschen bereitzuhalten. Die Wahl fiel schließlich auf die Dreifachturnhalle des Sport- und Freizeitparks in Taufkirchen. Sie bietet ausreichend Platz, die nötige Infrastruktur und ist vom Schulbetrieb räumlich getrennt, begründet das Landratsamt seine Entscheidung. Trotzdem müssen sich Schule und Vereine auf Einschränkungen einstellen. Betten, Kissen, Decken, Hygieneartikel, Tische und Bänke sind bereits in einer Lagerhalle gelagert. Somit kann die Turnhalle sofort als Notunterkunft hergerichtet werden. Vorerst werden die Flüchtlinge von einem Hilfsdienst verpflegt. Danach übernimmt ein Caterer die Versorgung. Mitarbeiter des Landratsamtes kümmern sich in den ersten Tagen um die Flüchtlinge. Sozialbetreuer sind regelmäßig vor Ort. Ein Sicherheitsdienst regelt rund um die Uhr den Zugang zur Unterkunft. Wie lange die Asylbewerber in der Turnhalle bleiben, ist noch unklar. Ziel des Landratsamtes ist es aber, die Notunterkunft nur für wenige Wochen zu belegen.

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