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Von Nord nach Süd, von West nach Ost: Michael von Ferrari hat viele Ecken Deutschlands bereist. Seine Eindrücke hat er in einer Fotoschau zusammengestellt.

Auf Deutschlandreise mit dem Fotoapparat

Michael von Ferrari ist Umweltreferent in Haar. Und Hobbyfotograf. Sein Lieblingsmotiv: Deutschlands schönste Ecken.

Ismaning– Der Titel klang nach rasantem Motorsport. Doch der Inhalt war Romantik pur: Bei seinem Vortrag „Mit einem Ferrari dreimal durch Deutschland“ zeigte der Haarer Umweltreferent Michael von Ferrari (58) in der „Blackbox“ der Ismaninger Volkshochschule schöne Landschaften und Plätze in Deutschland.

Im Mittelpunkt des Abends stand statt eines italienischen Edel-Flitzers ein gebürtiger Wolfratshausener, der in den vergangenen Jahren mehrfach durch Deutschland gereist ist und seine Erlebnisse in Bildern mit den Menschen teilt. Der begeisterte Hobbyfotograf möchte seinen Zuschauern mit Sehenswürdigkeiten, Kuriositäten oder landschaftlicher Romantik Lust machen auf umweltschonende Ferien im eigenen Land.

Michael von Ferrari zeigte unter anderem eine Statistik, nach der rund ein Drittel der Hotelübernachtungen der Deutschen im eigenen Land stattfinden. Beliebte Urlaubsländer wie Spanien, Italien oder Österreich folgen erst mit weitem Abstand.

Der 58-Jährige ist ein begeisterter Hobbyfotograf, und hat bereits in jungen Jahren viel erlebt. Er machte seinen Zivildienst in Paderborn und wäre dann um ein Haar Biobauer in der Lüneburger Heide geworden. Die Deutschlandreisen der vergangenen Jahre unternahm Michael von Ferrari, um zu sehen, wie sich die Orte seiner Jugend über die Jahre verändert haben. Weil Freunde von ihm eine Wohnung in Cuxhaven haben, in der er Ferien machte, er gaben sich vielerlei Reiserouten. Er bot keine sture Auflistung von Sehenswürdigkeiten, sondern versuchte, Stimmungen zu vermitteln. So zeigte er ein Bild von drei Menschen auf einer Bank, die auf die Weite des Meeres blicken. „Erstes Deutsches Fernsehen“ nennt er das Bild. Zudem zeigte er ein Foto einer begehbaren Achterbahn inmitten der Duisburger Schwerindustrie. „Das ist Ruhrgebiet, genau so, wie man es sich vorstellt.“ Ihm persönlich haben vor allem Görlitz und das sächsische Elbsandsteingebirge gefallen, bei seinen Touren durch elf Bundesländer mit Station in 27 Städten. „Dort muss ich unbedingt noch einmal hin.“

Seinen Gästen hatte er einen Ferrari versprochen, und er hielt Wort: Einmal, bei einem Urlaub am Gardasee, kam ihm ein alter Ferrari „Dino“ vor die Linse. Er selbst trägt den Namen und besitzt keinen Ferrari. „Das würde nicht zu einem Umweltreferenten passen“, findet er. Mit dem Zusatz: „Ein Ferrari, so für einen Tag, das wäre schon einmal ganz schön.“  nb

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