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FC-Bayern-Star David Alaba.

Fußballer verklagt Hausverkäuferin

Auf David Alaba wartet ein langer Schimmel-Prozess

München - Die Freude im neuen Haus währte nur kurz. Dann entdeckte Fußball-Star David Alaba starken Schimmelbefall in seiner Grünwalder Villa. Den soll ihm die Vorbesitzerin verschwiegen haben. Nun steht ein langer Schimmel-Prozess bevor.

George Alaba betritt schüchtern den Gerichtssaal 101 des Landgerichts München II und grüßt alle freundlich. Als man ihn fragt, wie er heiße, antwortet er leise: „Alaba“. Auf dem Fußballplatz und in Musikbars kennt sich der DJ aus. Das Gericht dagegen ist ihm nicht vertraut. Heute aber muss er seinen Sohn, Fußball-Profi David Alaba (24), vertreten. Der FC-Bayern-Verteidiger und seine Familie wohnen seit April 2015 in einer Villa in Grünwald (Kreis München). Doch schon bald nach dem Einzug bemerkten sie riesige Feuchtigkeitsschäden und Schimmel im Keller. Deshalb will Alaba von der Vorbesitzerin, einer Starnberger Unternehmerin, Sanierungskosten von mindestens 137.000 Euro einklagen.

Der Fußballer sieht sich von der vorherigen Eigentümerin getäuscht. Mängel in dem Ausmaß müssten ihr bekannt gewesen sein und hätten bei den Verkaufsverhandlungen erwähnt werden müssen. Stattdessen habe sie sie verschwiegen. Vermutlich habe der Schaden hinter einem Einbauschrank angefangen, den die Vorbesitzerin Alaba geschenkt habe. Der geht nun nicht mehr in den Keller, um sich nicht dem gesundheitsgefährdenden Schimmel auszusetzen. „Mein Sohn ist Leistungssportler“, betont der Vater.

Die Schäden im Keller sind derzeit noch nicht beseitigt, um keine Beweise zu vernichten, erklärt Anwalt Marco Winterer. Die Kosten für die Sanierung seien demnach noch nicht genau zu beziffern. Bei den 137 000 Euro handle es sich um Schätzungen. „Es wird eher teurer. Und die Schäden werden auch immer schlimmer.“ Er zeigt sich allerdings vergleichsbereit.

Die Gegenseite weist die Anschuldigungen zurück. „Der Vorwurf ist erheblich“, sagt Anwalt Stefan Schneider. Er wisse nicht, woher die Beklagte Kenntnis gehabt haben soll. „Sie hat nichts verschwiegen, sich nichts zuschulden kommen lassen.“ Die Alabas hätten das Haus sogar auf Wunsch von Alabas Berater allein mit einem Gutachter besichtigt. Außerdem habe die Vorbesitzerin „einen Haufen Geld“ in das Haus gesteckt, auch in den Keller. Wenn jemand einen Fehler gemacht habe, dann der Architekt.

Die Unternehmerin bietet eine Vergleichssumme von maximal 20.000 Euro an. Doch das lehnt Alabas Anwalt ab. Nun steht dem Fußballer ein aufwendiger Prozess bevor. Zeugen müssen gehört werden; außerdem gibt die Richterin ein Gutachten in Auftrag. Im Februar geht es weiter.

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