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Das Festival-Orchester der Blaskapelle Höhenkirchen-Siegertsbrunn beim Proben.

Kulturjahr

Im Trompeten-Paradies

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Höhenkirchen-Siegertsbrunn – Die Blaskapelle Höhenkirchen-Siegertsbrunn ruht sich nicht auf ihren Lorbeeren aus, holen stattdessen im Januar zum Auftakt des Kulturjahres in der Gemeinde einen der berühmtesten, deutschen Musikpädagogen für einen Meisterkurs mit Konzertreihe nach Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Reinhold Friedrich.

Vor drei Jahren kam der Sauerlacher Christian Krieger, seines Zeichens Vorstand der Monaco-Bigband, auf die Idee, den populären Musikprofessor herzuholen. „Ich kenne den Reinhold Friedrich seit 2013, war mit meinem Sohn damals bei auf einen Meisterkurs. Das hat mir so gut gefallen und ich dachte mir, das müssen wir in Höhenkirchen haben“, erzählt Christian Krieger, dessen Sohn Tobias als Ausnahmetalent auf den Konzertpodien für Furore sorgt. Die Idee nahm Christian Krieger mit nach Hause und fragte die Blaskapelle, ob sie so etwas organisieren wolle. Die Blechblas-Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn stimmte begeistert zu, und Ostern 2015 war es so weit: Reinhold Friedrich schlug ein Datum im Januar 2017 vor, der postwendend angenommen wurde. Von vorne herein war klar: Der Professor sollte nicht nur bei einem Konzertabend auftreten, ein mehrtägiges Festival musste es sein. Höhenkirchen mausert sich also im Januar zum Mekka der Blechblas-Spezialisten, und die Teilnehmer für den Kurs kommen aus aller Herren Länder – aus Spanien, Slowenien und aus Japan. Eine Dame reist sogar nur zum Zuhören extra aus Hongkong an. Christian Krieger: „Der Reinhold Friedrich ist ein Aushängeschild. Es lohnt sich.“ Ergebnis der Anstrengungen: drei Konzerte plus einen viertägigen Meisterkurs.

Der Januar als Austragungsmonat war allerdings Zufall: „Normalerweise haben wir ein Neujahrskonzert, was diesmal entfallen muss. Wir haben uns in diesem Fall zu 100 Prozent nach Reinhold Friedrich gerichtet“, sagt Christian Krieger. Geduld musste man haben, denn eineinhalb Jahre dauerte es, einen passenden Termin zu finden. Der Musikpädagoge ist ständig woanders in der Welt unterwegs, in Japan, England Brasilien. Und dazwischen jetzt eben auch in Höhenkirchen-Siegertsbrunn.

Und es soll ihm ein angemessener Empfang bereitet werden. Gemeinsam mit seiner Klavierbegleiterin Eriko Takezawa wird er während seines Aufenthaltes im Brauereigasthof Aying residieren. Und natürlich wurde er mit keinerlei Nebensächlichkeiten behelligt. Im Vorlauf mussten der Aufbau einer Homepage mit Content, das Marketing und das Logo ausgearbeitet und Sponsoren angeheuert werden. Da war das Engagement der Blasmusiker auf allen Ebnen gefordert.

Zwei mittelständische Instrumentenbauer wollen daneben ihre Modelle ausstellen: Hans Krinner spielt selbst in der Blaskapelle mit. Auch Robert Worischek wird seine neuesten Modelle zum Ausprobieren vorzeigen. Parallel zum Meisterkurs kann man auf den Instrumenten spielen.

In das Konzept der Jugendförderung, die die Blaskapelle extensiv betreibt, passt das Engagement des Musikpädagogen Reinhold Friedrich übrigens auch. Er will das Bestmögliche für seine Schützlinge, wie Christian Krieger weiß. Teil seiner Berufung sei es, junge Trompeter an das Musikerdasein heranzuführen. „Der Rahmen, damit er so ein Wohlfühl-Ausbildungsprogramm machen kann, muss stimmen.“ Beim Aufführungsort ist er laut Christian Krieger anspruchslos. Ob das ein Autohaus ist, eine Aula oder ein Kirchensaal ist ihm grundsätzlich egal.

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